#stopcomparing – Jedes Kind ist anders

Hallo ihr Lieben,

eine liebe Bekannte hat mir mal vor zwei Jahren erzählt, dass sie ihre Kinder ständig vergleicht. Ihren 4-Jährigen mit ihrem 2-Jährigen. Ständig würde sie sich selber sagen:”Naja, der Thomas konnte mit einem Jahr und vier Monaten schon Silben bilden und konnte schon mehr reden als Jürgen!” Etwas, was sie ständig machen würde. “Thomas konnte mit 9 Monaten schon stehen, Jürgen kann das nicht!”

Ich habe das damals meiner Mama erzählt und sie meinte nur, dass das wohl war wäre. Dass man das unbewusst macht. Man greift auf Erfahrungswerte zurück. Man ist verunsichert und will wissen, was andere Kinder im gleichen Alter so machen. Und ob sein Kind auch schon so weit ist. Man vergleicht seine Kinder. Und ich sagte mir damals ich würde das nicht machen. Warum auch? Das sei doch unfair.

Nun, da ich aber selber zum zweiten Mal Mutter geworden bin und zwei Söhne zu Hause habe erwische ich mich selbst immer wieder dabei!

“Ich glaube Mark konnte mit 7 Wochen schon greifen. Vielleicht sollte David das jetzt auch schon können.”

“David lächelt jetzt mit 9 Wochen schon viel mehr als Mark damals!”

“Wann sollte David eigentlich schon sitzen können? Mark konnte das glaube ich schon mit 5 Monaten!”

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Ständig kommen diese Vergleiche. Sie sind nicht böse gemeint, aber man macht sie.

Deswegen auch meine Einleitung: #stopcomparing

Jedes Kind ist anders. Jedes Kind entwickelt sich anders. Dass David wohl noch nicht so gut greifen kann mit 7 Wochen, wie Mark damals mit 7 Wochen, sagt nichts über seine Zukunft voraus, sagt nichts über seine Berufslaufbahn aus und sagt nichts darüber aus, ob er später Mal mehr oder weniger Erfolg als Mark haben wird. Es sagt lediglich etwas darüber aus, dass er vielleicht noch eine oder zwei Wochen braucht.

Ein Kind, dass mit 9 Monaten schon gehen kann ich nicht intelligenter, nicht reifer, nicht begabter und nicht mental weiter als ein Kind, dass erst mit 14 Monaten gehen kann. Vielleicht ist sein Gehirn ja damit beschäftigt Wörter zu lernen, oder seine Mama zu verstehen. Sein Gehirn macht andere Dinge. Ist auf etwas anderes konzentriert, als das Kind, dass unbedingt schon gehen will.

Wir Mütter sollten aufhören unsere Kinder mit anderen zu vergleichen. Zumindest im negativen Sinne von: “Sophie kann das schon, warum kann Lisa das noch nicht?”

Ich schreibe hier gerade über Babies. Aber das ganze hört ja hier nicht auf.

Ich habe mal jemanden sagen gehört: “If you are not first, you are last!”

Eine schreckliche Aussage. Für allem für ein Kind. Einen Erwachsenen spornt es vielleicht an, vielleicht finden manche Mamas, dass sie nur so ihre Kinder motivieren können, aber ich denke da komplett anders.

Das Kind soll seinen Erfolgsmoment genießen können. Natürlich will ich nicht, dass Mark später mal im Schulalter ständig mit schlechten Noten nach Hause kommt. Aber ich will auch, dass er weiß, solange er alles gibt und sich bemüht und er wirklich für seine Schularbeit gelernt hat, dass ich stolz auf ihn bin. Dass ich nicht böse bin, dass er es dieses Mal nicht geschafft hat einen Einser oder Zweier zu haben. Ich bin stolz, weil er alles gegeben hat. Und das ist doch das Wichtigste, oder? Oder haben eure Schulnoten schon einmal etwas über eure Zukunft vorausgesagt?

Nein, denn das, was eure Kinder für die Zukunft und für das Berufsleben vorbereitet ist “das wieder Aufstehen”. Wichtig ist, dass eure Kinder wissen, dass man alles erreichen kann, wenn man hart genug dafür arbeitet. Auf diesem Weg wird es Stolpersteine geben, es wird auch Mal ein “Nicht genügend” geben, es gibt schlaflose Nächte und es gibt Freudentränen. Aber nur so kommt man an sein Ziel. Und egal, ob die Kinder kurz hinfallen, sie sollen wissen, dass ihre Eltern immer für sie da sind. Ihnen helfen es besser zu machen. Sie sollen wissen, dass die Mama ihr Anker ist und sollen keine Angst haben nach Hause zu kommen und von ihrem Misserfolg zu erzählen, aus Angst ihre Eltern wären böse auf sie, wären nicht stolz oder sogar enttäuscht von ihnen.

Ein ganz schrecklicher Gedanke.

Ich will, dass meine Kinder sich geliebt fühlen und immer Trost, Freude, Liebe und Geborgenheit bei mir finden.

Ich bin komplett von Thema abgekommen in meinem Schreibrausch, aber ich finde die Gedanken ganz gut, die nun entstanden sind. 😛

Ich betone nochmals: ” Stop comparing! “

Vergleicht eure 8 Wochen alten Babies nicht mit Anderen, sie sind auch bald so weit. Vergleicht eure Kinder nicht mit Anderen, die bereits mehrere Wörten sagen können, sie sind auch bald so weit. Vergleicht euer Schulkind nicht mit ihrem Klassenkameraden, die eine bessere Noten hatten, beim nächsten Mal hat euer Kind vielleicht eine Bessere!

Entmutigt sie nicht. Vergleicht sie nicht. Liebt sie. Seid stolz auf sie. Zeigt ihnen, wie sie es besser machen können. Investiert mehr Zeit und ihr werdet erstaunt sein, was euer Kind leisten kann.

XoXo,

Eure Trendmum

2 thoughts

  1. Vergleichen ist natürlich doof. Wenn man mal 20 oder 30 ist, dann ist es ja wurschtegal mit wieviel Monaten man sitzen konnte oder sauber war. Trotzdem tappen fast alle irgendwie in die Vergleichsfalle. Schöner Beitrag jedenfalls:-)

    1. Vielen Dank! 🙂 ja man macht es echt unbewusst, und man will wissen, wann sollte das Kind was können. Da schaut man halt auch auf andere! Blöd wirds nur wenn’s in so einem Konkurrenzkampf ausartet! Das ist dann Schrecklich. Dieser Mutterkampf!

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