#lebenmitkindern – Nein ist Nein und bleibt Nein

Hallo ihr Lieben,

heute mal ein Thema, mit dem ich mich in letzter Zeit sehr auseinandersetzen musste. Das Wort: “NEIN!”

Ich weiß, dass viele Mütter in Erziehungsfragen eine komplett andere Einstellung haben als Andere, aber ich bin eher auf der autoritären Seite der Erziehung. Dies sei schon mal vorweg gesagt. Warum, wie, weshalb und wie es für uns funktioniert, will ich einmal in einem ausführlichen, separaten Blogpost ausführen.

Auf jeden Fall habe ich mich in den letzen Wochen immer wieder in Situation gefunden, in denen ich meinem Kind “NEIN” sagte und er dann wütend, traurig oder weinerlich wurde. Er macht es richtig gut. Oder er fängt an mit mir zu verhandeln. “Biiitteee, nur noch einmal und fertig!” – “DOCH!” – Und ich gebe nach. Mein Geduldsfaden ist manchmal einfach viel zu kurz. In 99% der Fälle versuche ich ihm auch noch zu erklären, warum ich Nein sage. Ich will, dass er es versteht, warum er gewisse Dinge nicht darf. “Nein Mark, heute kein Zuckerl mehr. Du hattest heute schon genug. Dein Bauch wird vom ganzen Zucker weh tun und deine Zähne werden schlecht. Sie fangen an weh zu tun und dann bekommst du ein AUA. Ausserdem wirst du dann braune Zähne bekommen. Die fallen aus. Du bekommst Karies. Komm ich zeig dir ein Foto von braunen Zähnen.” Ja wirklich. Diese Zeit nehme ich mir. Und während ich rede habe ich auch tatsächlich das Gefühl, dass er mich versteht. Bis dann die Antwort kommt. “Biiittteee, nur noch Eines und aus!”  Und oft gebe ich dann nach. Zum Einem, weil mein ewig langes Reden zu Nichts führt und zum Anderen weil er einfach zu laut protestiert und es dann meistens aus ist mit meiner Geduld.

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Und genau hier seh ich den Fehler. Und ja, auch bei mir selber. Ein NEIN muss ein NEIN bleiben. Vor allem wenn ich so gute Argumente habe wie oben beschrieben! 😛

Denn was lernt er, wenn ich jedes mal nachgebe wenn er lang genug protestiert?

Er lernt, dass er nur lang genug schreien muss, nur lang genug diskutieren muss oder nur lang genug weinen muss und dann gibt die Mama nach. So lernt er, er kann mir auf der Nase rumtanzen. Und Kinder merken sich alles. Sie vergessen Nichts.

Die Erzieherin im Kindergarten erzählte mir gestern, dass es pro Woche einmal eine Süßspeise als Nachspeise gibt. Sie machen immer eine Gemüsesuppe und danach gibt es Kuchen oder Kaiserschmarrn. Immer nach der Suppe. Sie hat gemeint, dass die Kinder sich das nach 3-4 Wochen merken und anfangen die Suppe auszulassen und gleich auf den Kuchen warten. Sie protestieren und wollen die Suppe nicht essen. Sie haben es sich gemerkt, dass gleich etwas Süßes kommt. Und deswegen gibt es nur mehr Süßspeisen, wenn die Suppe aufgegessen wird.

Ja – ich und das Wort Nein.

Ich habe in den letzten Wochen echt gemerkt, dass ich viel konsequenter sein muss. Ich muss selber das durchziehen, was ich versuche meinem Kind beizubringen.

Und ich habe gemerkt, dass das Weinen nicht mehr oder länger wird. Ganz im Gegenteil. Wenn ich stark bleibe, hartnäckig genug, dann gibt er nach einigen Minuten weinen nach und plötzlich ist alles wieder gut. Der Ärger vergessen und plötzlich beschäftigt er sich mit etwas Anderem. Und die Krise ist abgewendet und das NEIN hat sich durchgesetzt.

 

Wie ist es so bei Euch? Habt ihr schon Erfahrungen mit solchen Situationen gemacht? Wie handhabt ihr sie?

 

XoXo,

Eure Trendmum

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