#einerschreitimmer – Doch um wen kümmere ich mich zuerst?

Hallo,

wie ihr erkennen könnt, geht es heute um’s Weinen. Davon hatte ich diese Woche viel. Sehr viel. Denn beide Kinder waren verkühlt. Und das Weinen hörte manchmal einfach nicht auf. Ich finde, das ist so ziemlich das Nervenzerreissendste überhaupt.

Mehrfachmamis wissen glaube ich jetzt schon, worauf ich mit diesem Beitrag hinaus will. Denn sobald zwei Kinder im Haus sind, kann man nicht mehr jedem 100% Aufmerksamkeit schenken.

Mit einem Kind ist es klar: Das Kind weint, man kümmert sich um ihn. Das Kind hat Hunger, also macht man schnell das Essen.

Aber was macht man, wenn beide Kinder gleichzeitig schreien? Wie beurteile ich, wer zuerst dran kommt?

Nehmen wir eine typische Situation her. David wird wach. Seine Milch wird gemacht. UUuh, Mark will auch Milch haben, doch ich habe nur mehr eine saubere Flasche. Also mache ich die Milch für David. Mark muss halt warten, denn er ist größer und muss verstehen, dass David jetzt trinken muss.

David bekommt die Flasche und will sie in Ruhe austrinken, doch plötzlich haut sich Mark den Zehen an und weint. Er will getröstet werden. Doch was mach ich jetzt? Unterbreche ich David beim Trinken? Dann schreit er sich gleich los. Lasse ich Mark weinen? Aber dann glaubt er, ich hab jetzt keine Zeit für ihn. Vielleicht nimmt er es dann David übel. Vielleicht schreit er gleich noch lauter, wenn ich nicht gleich zu ihm komme. Was mache ich also?

Eine weitere Situation: David schreit, denn er ist müde. Jetzt müsste ich mir Zeit nehmen, um ihn schlafen zu legen. Doch jetzt hat Mark Lust ein Puzzle zu machen. Also lege ich ihm das Puzzle hin und gehe mit David nebenan, um ihn schlafen zu legen. Er ist kurz davor die Augen zu zumachen und plötzlich geht die Tür auf und Mark schreit, dass er jetzt nicht mehr puzzeln will, er hat Hunger. Und David weint, denn er wollte doch gerade einschlafen. Was mache ich also?

Ihr seht, es ergeben sich ständig Situationen, in denen man entscheiden muss, wen man zurückstecken lässt. Irgendwie total schlimm für mich. Denn am liebsten würde ich Beiden 100% meiner Aufmerksamkeit schenken wollen. Doch leider gibt es mich nur Einmal.

Aber wisst ihr was mich wirklich interessieren würde? Was machen 3-fach, 4-fach, 5-fach oder Mehrfachmamis? Wie bekommt ihr das auf die Reihe?

Wem ich meine Aufmerksamkeit in all diesen Situationen schenke, entscheide ich meist Situationsbedingt. In Sekundenschnelle beurteile ich die Situation und handle nach Bauchgefühl.

Ich will, dass sich beide versorgt fühlen, ernst genommen fühlen und keiner das Gefühl bekommt “Mami kann sich jetzt nicht um mich kümmern”.

Denn: Einer schreit immer.

 

XoXo,

Eure Trendmum

One thought

  1. Hallo, ich kann Dich gut verstehen. Ich habe inzwischen drei Kinder. Und sie haben zwar alle einen Altersabstand von jeweils drei Jahren (ich weiß nicht, wie das Mütter machen, deren Kinder enger beieinander sind 😳), aber es ergeben sich trotzdem genügend Situationen, in denen man sich als Mama am liebsten vierteilen würde. 😝 Ich fürchte, dafür gibt es kein Patentrezept. Es ist schlichtweg so, wie Du es beschreibst: Ich handele auch intuitiv und gehe danach, wer gerade am wenigsten warten kann. Ich habe auch oft versucht, alle zusammen bei mir zu haben, d.h. zusammen hinlegen, zusammen stillen, zusammen kuscheln. Aber es bleibt immer eine Gradwanderung. Trotzdem, es wird mit der Zeit einfacher. Das kann ich inzwischen sagen. Es spielt sich ein, Geschwisterkinder gewöhnen sich daran und man fühlt sich nicht mehr so oft zerrissen. Irgendwann holen die älteren Kinder dann den Schnuller oder helfen beim Beruhigen oder legen sich still daneben, wenn sie Nähe brauchen und das Baby schlafen soll 😍. Als ich damals die Minimaus bekam (meine Nr.3), dachte ich lange Zeit, Mehrfachmamas müssten für solche Situationen ein Geheimrezept haben. Und ich bin die einzige, die es nicht kennt. 😂Ich habe dann mal eine Freundin gefragt, wie sie das mit ihren vier Mädchen so gemacht hat, wenn noch ein Baby da war, und sie meinte ganz simpel: Man wurschtelt sich eben so durch. 😃 Irgendwie hat mich das damals beruhigt. 💝 Sei ganz lieb gegrüßt, Martamam

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