#fakefollower – Oft ist nicht alles so eindeutig wie es scheint

Hallo ihr Lieben,

heute bin ich mit einem Thema hier, dass ich so und so schon sehr lange geplant habe, leider bin ich nie dazu gekommen mich hinzusetzen und ihn zu schreiben.

Seit ich für den Madonna Blogger Award 2017 in der Kategorie Mama Blog nominiert bin, kommen immer mehr Zweifler, Neider und Menschen, die einem die kurze Aufmerksamkeit nicht gönnen und versuchen Einen mit allen Mitteln zu diskreditieren. Habe aber eigentlich kein Problem damit, da ich ja weiß wie hart ich mir vieles erarbeitet habe.

Konkret geht es um meinen Instagram Account. Ich bin nun endlich dort angekommen stolz auf ihn zu sein. Nicht wegen seiner Followeranzahl. Sondern wegen dem Erscheinungsbild und der Community, die ich mir aufgebaut habe. Dort verzeichne ich momentan 24,7k Follower. Schaut man sich meine Interaktion an, ist die bei weitem nicht so gut, wie bei anderen Accounts. Natürlich ist mir das bewusst und versuche daher täglich mich weiterzuentwickeln. Schaut man sich meine Social Balde Linie an, mit der man einen Account auf Instagram oder auch auf anderen Social Media Kanälen analysieren kann, dann weist meine Linie einige “Ausschläge” wie man sagen würde auf. Man könnte sofort davon ausgehen: “Aaah, die hat sich ihre Follower erkauft!” Somit hat sich die Sache erledigt, man muss nicht mehr ins Detail schauen und man braucht kein schlechtes Gewissen mehr zu haben, dass man selber auf Instagram immer noch bei 500 Followern hängt. 

Aber das soll auch noch kein Vorwurf sein, denn hey: ich habe selber von 3 großen Instagram Accounts jahrelang geglaubt, dass ihre Follower gekauft sind. Bis man sich mal mit der Person selber unterhaltet. Die kann Einem meist die Dinge am besten erklären. Und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass sich diese Personen die Follower nicht gekauft haben. Auch Marion Payr (@ladyvenom) ist ein gutes Beispiel dafür. Sie hat auch erst vor kurzem ihre Social Blade Linie veröffentlicht, da sie immer mehr Leute des Followerkaufs bezichtigt haben. Bei ihr war ich überzeugt, dass es dem so ist. Ich mein 250.000 Follower und durchschnittlich 1000 Likes pro Bild? Da kann nur was faul sein. Aber wer Interesse hat, wieso, weshalb, warum, kann sich gerne den Artikel von Marion Payr durchlesen. Sehr aufschlussreich, wenn ihr mich fragt. Sie gibt klar Eindrücke & Fakten wie ihr Instagramaccount und ihre Aktivität aufgebaut ist. Und ich bin wirklich froh, dass sie diesen Artikel veröffentlicht hat und es tut mir leid, dass ich so lange Zeit vorurteile gehabt habe, ohne Details und Näheres zu kennen.

Kommen wir aber zurück zu mir:

Bildschirmfoto 2017-03-25 um 06.25.55

Es gibt einen Ausreisser, den ich nicht persönlich ausgelöst habe. Und das ist der letzte im Jänner 2017. Über Nacht hatte ich eine Fake Follower Attacke und verzeichnete am nächsten Morgen über 5000 neue Follower . Ich habe damals mit vielen meiner Bloggerkolleginnen darüber geredet und anscheinend sind jetzt gerade “Unternehmen” auf Instagram unterwegs, die einem gerne Follower oder Likes schicken, danach eine Direktmessage mit “you’re welcome”  senden und sich dadurch erhoffen, dass man wieder auf sie zurückkommt, wenn man tatsächlich Follows oder Likes kaufen will. Ihr könnt euch vorstellen wie ärgerlich es für mich ist. Denn es stellt meine ganze harte und jahrelange Arbeit, die ich in meinen Account gesteckt habe in Frage. 

Man kann auch erkennen, dass die Linie  im Jänner 2017 und danach deutlich nach unten geht. Habt ihr euch gefragt warum? Tja, weil ich seit dem täglich am blockieren bin. Ich blockiere merkwürdige arabische Accounts, Accounts ohne Bild mit 20 Followern und 3000 abonnierten Accounts… und, und, und. Hätte ich mich freuen können und es mit dem Followerwachstum belassen können? Klar, schaut doch so aus, als hätte ich mehr Follower.

Aber mal ganz ehrlich Leute? Ich blogge seit 3 Jahren – aber erst seit einem Jahr regelmäßig. Ich bin ständig auf Workshops und auf Veranstaltungen. Denkt ihr wirklich, dass ich selber nicht weiß, dass man den Account analysieren kann? Mittlerweile hat jeder User auf Instagram eine App, mit der man verfolgen kann wer einem entfolgt. Wirklich jeder. Jeder informiert sich heutzutage. Natürlich weiß ich das.

Was ist das Geheimnis hinter meinem Instagram Account?

Leute, ich investiere seit einem Jahr täglich 2-4 Stunden Arbeit in meinen Instagram Account. Ich hole mir Inspiration, ich plane Beiträge, ich like Bilder ähnlicher Accounts, ich kommentiere regelmäßig, ich mache und bearbeite Bilder. Alles allein. Ich hatte nie Hilfe. Ich habe 2 Jungs zu Hause und einen rießen Haushalt zu schmeissen. Trotzdem nehme ich mir die Zeit. Und dann kommen Accounts mit 1000 Followern daher, die ab und zu ein verschmiertes Bild posten, das sie gerade spontan geschossen haben und wundern sich, dass sie nicht wachsen. Und mich bezichtigen sie des Followerkaufs um sich selber besser zu fühlen. Damit machen sie die ganze Arbeit klein, die ich seit Monaten in meinen Account stecke.

Aber warum hat sie wenig Interaktion?

Erstens einmal möchte ich sagen, dass selbst die Likes nicht viel auf Instagram aussagen. Ein großer Grund, warum meine Likes (zwischen 300-1200 Likes) von Bild zu Bild differieren ist der Grund , dass ich erst seit einigen Monaten meinen Weg gefunden habe. Von Anfang an hatte ich ungefähr 4 verschiedene Themen auf meinem Instagram Account. Es war eine Zeit lang ein reiner privater Account. Eine Zeit lang habe ich nur Inspo Bilder gepostet. Dann hatte ich eine Zeit lang nur Fitness auf meinem Account. Nur Sportübungen, Outfits und Rezepte. Und erst seit einigen Monaten habe ich mir den Entschluss gefasst, ich muss einen Weg finden und habe mich seit dem rein auf das Mamasein spezialisiert.

Viele Follower kamen in diesen verschiedenen Perioden meiner Instagramaktivität. Sie haben mich nicht entflogt, meine Beiträge interessieren sie aber einfach nicht immer. Deswegen kommt es, dass ich auf vielen Bildern wenig Interaktion habe, da viele die Geschichten aus meinem Mamaalltag gar nicht interessiert. Sie wollen viel lieber ein Rezept haben, mit dem sie abnehmen können. Was ich sehr lange Zeit ständig gepostet habe.

Viel wichtiger als die Likes finde ich aber die Reichweite, die ich erreiche. Hier ein Einblick dazu. Wie man erkennen kann erreiche ich mit manchen Bildern sogar 30.000 Leute. Ich finde das ist doch viel Aussagekräftiger.  (PS: Von diesen Bilder ist lediglich das erste mit einer Promotion gelaufen – sonst haben alle Bilder die Reichweite organisch erreicht)

FullSizeRender.jpg

Analysieren wir die Social Blade Linie

Kommen wir zu den anderen kleinen Ausreissern. Seit dem ich auf Instagram bin habe ich immer schon auf Shoutouts gesetzt. Ich habe es immer sehr schwierig gefunden mich auf Instagram zu präsentieren. Es haben auch wirklich wenige meinen Account gekannt, da ich einfach nicht vernetzt war. Ich war bei keiner einzigen Agentur vertreten. Ich hatte nie Kontakte. Weder in der Fashion-, in der Lifestyle, der Reise- oder der Mamaszene. Nie. Ich wusste nicht wie ich auf mich aufmerksam machen konnte. Also habe ich oft viel viel größere Accounts angeschrieben, ob sie denn nicht Werbung für mich machen können. Hier kann ich euch auf Anfrage gerne Accounts nennen, die das für mich gemacht haben. Natürlich haben die Meisten einfach mal gar nicht zurückgeschrieben. Viele waren aber sehr hilfsbereit und haben mir hier weitergeholfen.

Ein Anderer Punkt ist die Business Funktion auf Instagram. Die gibt es ja seit einigen Monaten und so habe ich schon etliches Budget da rein investiert um auf mich aufmerksam zu machen. Wenn ich mal zB ein gutes Bild gehabt habe, habe ich es gepostet und anschließend eine Promotion von ca. 20-40 Dollar für einen einzigen Tag eingestellt. So kam es, dass mein Bild als Anzeige etlichen Accounts angezeigt wurde. So kann es schon mal vorkommen, dass man über Nacht 200-400 neue Abonnenten hat.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Gewinnspiele, die ich im letzten Jahr gemacht habe. Diese habe ich auch immer gesponsert und klar, wenn man gute Gewinne wie eine Kaffeemaschine oder einem Riesen Paket an Make Up verlost, kommen viele neue Follower dazu. Und das auch schon mal innerhalb von 24 Stunden. Allein im November und Dezember 2016 habe ich 20 Gewinnspiele auf meinem Account laufen gehabt.

Ausserdem spielt die Qualität und das Thema des Bildes eine große Rolle. Oben habt ihr zB das Bild mit mir und David gesehen. Ein Spiegelselfie. Ich habe noch meinen Pyjama an. Ich habe es nicht gesponsert, kein Geld reingesteckt. Aber es hat 30.000 Impressionen. Warum? Keine Ahnung! Es kam einfach mega gut bei den Leuten an. Ein weiteres Bild, das mir etliche Follower gebracht hat. Das Vorher Nachher Bild im Krankenhaus. Es war ein von Pinterest inspiriertes Bild. Ich wollte unbedingt so eines haben und es kommt einfach mega gut an, bei den Leuten.

Noch ein Beispiel: Die Bilder aus meinem Gender Reveal Posting. Ich habe die 3 Bilder Abends gepostet, die für mich relevanten Hashtags gesetzt und über Nacht hatte ich 500 neue Follower. Warum? Weil die Bilder mega gut ankamen! Leute lieben solche Bilder, auch wenn sie genau diese schon von Pinterest kennen!

Was man mir vorwerfen kann: Eine Zeit lang – ganz zu Beginn meines Instagramdaseins – habe ich oft Account gefolgt und dann wieder entflogt. Das habe ich auch so tageweise gemacht. Damals konnte man noch unbegrenzt viel Folgen und Entflogen. Instagram hat da nichts dagegen getan. Da aber immer mehr drauf gekommen sind, dass ich ihnen gleich wieder entfolge bekam ich manchmal echt böse Nachrichten. Eine hat mir sachlich geschrieben und mich gefragt, ob es mir nicht viel mehr Spaß machen würde, wenn ich Follower hätte, die mir meinetwegen folgen und meiner Bilder wegen, und nicht weil ich ihnen gefolgt bin. Und sie hatte mich wirklich zum Nachdenken gebracht. Ich meinte: Ja klar. Sicher. Deswegen mache ich das ganze eigentlich. Und deswegen habe ich das Ganze dann auch sein gelassen. Das ist etwas, was ich nie wieder machen würde und ich habe es schon oft genug am eigenen Laib erfahren müssen, wie das ist, wenn das Accounts bei einem selber machen.

Ihr seht, es spielen auf Instagram eine Vielzahl von Faktoren zusammen. Es gibt so viele Möglichkeiten, so viel Tutorials um Follows zu generieren, auch ohne sich Fake Follower zu besorgen. Man muss nur wissen wie.

Was auch noch viel wichtiger ist, als die Followeranzahl auf Instagram ist: Wie viel kann mir diese Person verkaufen? Welche Glaubwürdigkeit hat dieser User? Und ich denke, dass ich hier wieder klar Punkten kann. Klar – es gibt Produkte, die mal weniger ankommen. Aber ich frage nach jeder Kooperation nach Feedback. Immer. Und bisher habe ich immer nur mehr als positive Rückmeldung bekommen. Und so kommt es, dass ich auch immer wieder Folgeaufträge von Firmen bekomme.

Aber was soll ich noch dazu sagen? Vielleicht #hatersgonnahate

Und für alle, die vielleicht auch mal mehr Reichweite haben wollen: Dafür muss man arbeiten. Steckt selber mal 2-4 Stunden pro Tag über ein ganzes Jahr lang verteilt in nur ein Social Media Kanal und ich kann euch garantieren, dass ihr wachsen werdet. Probiert es aus.

XoXo,

Eure Trendmum

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