#easypeasy – Warum das Leben mit zwei Kindern oft einfacher ist als mit Einem

Hallo ihr Lieben,

eine der meistgestelltesten Fragen, die ich bekomme – nach der, ob ich noch ein weiteres Kind will – ist die, wie denn das Leben mit zwei Kindern so ist?

Eine sehr komplexe Antwort müsste eigentlich folgen, da man die Frage schwer in einem Satz beantworten kann. Aber meist muss ich so antworten: Das Leben mit zwei Kindern ist manchmal sogar einfach als mit nur Einem.

Natürlich ist es anstrengend mit zwei Kindern. Klar ist es viel Arbeit und will das auch gar nicht klein reden. Vor allem, wenn mal beide gleichzeitig schreien und man nicht weiß, wie ich mich am besten zweiteilen soll. Aber es gibt eben viele Situationen, auf die ich jetzt näher eingehen werde, in denen ein zweites Kind im Haus alles einfacher macht.

Ich kann mich erinnern, als Mark ein kleines Baby war. Ich konnte nichts machen im Haushalt. Ich konnte das Zimmer nicht ohne eine herzzerreißende Szene und lautem Gebrüll verlassen. Nicht mal das Badezimmer konnte ich alleine aufsuchen. Geschweige denn Kochen. Man, hat sich das immer schwierig gestaltet. Warum? Weil das Kind nicht alleine im Wohnzimmer oder in seiner Spielecke sein wollte. Ist ja logisch. Er wollte unterhalten werden, in meiner Nähe sein.

Mit einem zweiten Kind aber können die Beiden sich miteinander die Zeit vertreiben. Sie können miteinander spielen. Ich kann den Großen bitten den Kleinen mal kurz zum Lachen zu bringen. Ich kann die Beiden ins Wohnzimmer bringen, sie bitten sich miteinander zu beschäftigen, während ich mich in die Küche schleichen kann, um das Abendessen vorzubereiten. Dies war mit Mark nie möglich, da er alleine war.

Ich habe mal eine Freundin, die gerade mit dem vierten Kind schwanger war gefragt, wie das Leben so mit drei Kindern ist und ob sie manchmal nicht am Rande ihrer Verzweiflung ist und sie sagte mir damals: “Es ist einfacher als mit Einem”. Damals hatte ich nur ein Kind. Ich war an den Grenzen meiner körperlichen Grenzen  angekommen und ich dachte ein zweites Kind würde mich körperlich ruinieren. Ich war geschockt über ihre Antwort. Jetzt mit zwei Kindern verstehe ich es aber. Denn ihr Größter war bereits 7 Jahre alt und ihre Kleinste 2. Klar würden die im Kinderzimmer miteinander spielen, gemeinsam im Garten Ball spielen oder zusammen fern schauen. Und sie hätte genug Zeit ihre Hausarbeit inzwischen zu machen. Und ja –  es ist schwer mit drei Kindern. Dass man das Beschriebene machen kann setzt eine gute Laune der Kinder voraus, aber ich spreche hier eben von einzelnen Situationen, von kleinen Zeitfenster die man sich schaffen kann, die mit einem Kind nicht möglich gewesen wären.

Ein weiteres Beispiel ist auch die Autofahrt. Die war auch immer extrem anstrengend. Mark schrie immer wie am Spieß. Er konnte sich nicht beruhigen. Er hat es gehasst hinten allein im Auto zu sitzen. Er  wollte in der Nähe von jemanden sein. Leider ging das nicht. Jetzt mit zwei Kindern sitzen sie hinten gemeinsam. David hat noch nie während einer Autofahrt geweint. Noch nie. Ich mach sein Sonnenverdeck runter und somit sieht er ständig seinen großen Bruder und hat ihn im Blickfeld. Sollte er mal schlecht drauf sein bitte ich Mark ein paar witzige Geräusche zu machen und er wiederum findet es lustig, dass David über seine Geräusche lacht.

Ihr seht also. Ein zweites Kind muss nicht immer das Todesurteil eurer Freizeit sein. Lasst euch nicht von Horrorgeschichten abschrecken. Es kann alles ganz anders kommen. Und wie gesagt: Oft ist das Leben mit zwei Kindern einfacher als mit Einem.

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Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht?

XoXo,

Eure Trendmum

 

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12 thoughts

  1. Also das motiviert mich ja doch direkt! Bei uns war oder in machen Situationen ist es, mit Naia genauso. Alleine zur Toilette: No way (an duschen war da gar nicht zu denken). Kochen – geht nicht. Autofahren – ist die reinste Katastrophe! Deswegen habe ich angefangen viel mehr zu laufen, obwohl Kinderwagen auch nicht so der Renner ist bei uns. hahaha Vielleicht braucht sie einfach nur einen kleinen Bruder oder eine kleine Schwester. hihi

  2. Kann ich bestätigen. Ich habe nur ein Kind (8 Jahre). Bei fast allen Bekannten, die zwei oder mehr Kinder haben, ist es so wie du schreibst. Vieles ist einfacher und die Eltern sind nicht immer die “Alleinunterhalter” oder man muss nicht immer schauen ob irgend ein anderes Kind Zeit hat.
    Man hat auch viel gelernt beim ersten Kind, das macht es beim nächsten sicher einfacher.
    Mach weiter so mit deinem Blog.

  3. Kann ich nicht bestätigen!
    Unsere ältere Tochter war sehr brav und unkompliziert. Sie hat alleine gespielt und es gab auch beim Verlassen eines Zimmers keine Heulszenen. Jedoch zeigt uns unsere Sohn (3 Jahre jünger) genau das, was oben beschrieben wurde, obwohl er seine Schwester hat!!!

    1. Bei uns war’s aber eben nicht so und für mich – und viele andere da draußen – ist es eben so wie beschrieben 🙂

  4. Ich kanns nur unterstreichen… Allerdings kommt da bei mir noch ein weiterer Faktor hinzu, welcher für mehr Entspantheit sorgt: Ich habe mit zwei Kindern eine andere Anforderung an Alltagssituationen als mit nur einem Kind.
    Zum Beispiel bei meinem ersten Kind schwinngte bei einer Zugfahrt immer die Hoffnung mit, doch noch etwas Zeit nur für mich, meine Gedanken und ein gutes Buch zu haben. Jetzt rechne ich gar nicht mehr mit einem solchen Fall und geniesse es mit meinem älteren Sohn zu quatschen und den kleinen zu knuddeln. So komme ich entspannt am Zielort an, da meine Erwartungen mit der Realität übereinstimmen und ich den Moment geniessen kann, anstatt immer auf irgendwelche Dinge zu hoffen…
    Hoffe irgendjemand versteht was ich meine, finde dies immer schwierig in Worte zu fassen…

  5. Ja, wenn die Kinder älter sind, trifft es bestimmt oft zu, dass sie sich gemeinsam beschäftigen (allerdings ist es auch normal, dass sich Geschwister auch oft streiten, und dann hat man mal gar nix davon 😱)
    Allerdings wenn sie ganz klein sind, und der Altersunterschied relativ gering, ist man im absoluten Dauerstress!!! Meine Jungs sind jetzt 3 und 1. Es kann zwar vorkommen, dass der Ältere sich mal nett um den Jüngeren ‘kümmert’, aber darauf kann ich mich leider nicht verlassen! Es kommt genauso vor, dass er ihn ärgert, und dann ist das Geschrei groß, und es nützt mir gar nichts!!! Außerdem gibt es sogar gefährliche Situationen, weil der ‘Große’ sich einfach noch nicht einer Gefahr bewusst ist – oder er ist sich bewusst und macht es aber trotzdem 😱🙈😂

    1. Ja, da muss ich dir wohl Recht geben! 😅 ganz aus den Augen darf man sie natürlich nicht lassen. Meine sind auch drei und eins! Und ich merke halt einfach, dass ich mal zwischendurch 5 Minuten für mich habe, in denen ich mir einen Kaffee machen kann oder kurz die Suppe aufwärmen kann. Das war mir mit dem ersten Kind oft nicht möglich. Vielleicht habe ich mich auch zu sehr unter Stress gesetzt. Aber so habe ich halt einfach das Gefühl, dass er nicht alleine im Wohnzimmer herumliegt. Oder wie beschrieben: das Autofahren. So empfinde ich es halt 🤗

    2. Ich kann deinen Punkt voll unterstreichen. Wir haben zwei Pärchen mit 1,25 und 1,5 Jahren Abstand. Die erste Zeit ist echt ein Graues, da sie selber noch zu klein sind, um zu helfen und teilweise Verständnis zu haben. Dann kam schon Mal, dass die Kleine Schwester zu laut ist und die Größere sich die Ohren zu hält bis sie dann doch auch noch schreit. Inzwischen ist die Kleinste zwei und inzwischen haben wir sehr viele Momente, wo sie sich gegenseitig beschäftigen und von mir gar nichts wissen wollen. Diese Erfahrung machen in der Ausprägung sicherlich auch nur weniger Einzelkindereltern. Insofern haben wir von allem etwas und ich bin froh, dass die erste Zeit “über” ist.

      1. Danke für deine Ausführung! Natürlich gibt es auch harte Momente, sind ja schließlich zwei Individuen! Trotzdem denke ich dass man als Mama eben einem einzelnen Kind oft moch viel mehr Aufmerksamkeit geben muss als Zweien! 😄 Und es ist so schön, wenn sie sich zusammen beschäftigen ❤️

  6. Also ich denke das kann man überhaupt nicht generell sagen – ich weiß noch nicht ob ich ein 2. Kind möchte – mein Sohn wird 5 – ich hatte nie ein Problem mit Kaffee machen, duschen gehen usw. Das hab ich gemacht wenn er schlief oder ihn einfach in die Küche, Bad,.. mitgenommen. Es waren halt keine ausgiebigen Duschen 🙂 Auch das Autofahren war nie ein Problem – ich hatte mein Kind allerdings neben mir bis er 1 war. Es kann mit einem Kind gut sein oder auch nicht, mit 2 gut oder auch nicht usw – Jedes Kind ist anders und auch jede Mutter/jeder Vater – gottseidank 🙂

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