#hurtfulwords – 5 Dinge, die man nie zu seinem Kind sagen sollte

Hallo ihr Lieben!

Ich schreibe heute mal über ein Thema, das mir schon lange auf dem Herzen liegt. Erziehung ist eine so wichtige Aufgabe im Leben einer Mama, dass man nicht genug Beiträge zu diesem Thema lesen kann. Meiner Meinung nach. Wir haben es hier mit Menschenleben und deren Zukunft zu tun. Und wir als Eltern haben die Macht sie in die richtigen Bahnen zu lenken. Oder sie für immer zu zerstören. Meist merken wir es gar nicht, wie sehr wir ein Kind mit unüberlegten Aussagen treffen und prägen. Ich wünsche mir, dass wir damit etwas behutsamer umgehen können und dass wir uns immer wieder ins Bewusstsein holen, wie wichtig der richtige Umgang mit Worten ist. Und wenn ich auch des öfteren die DU-Form verwende, spreche ich in diesem Text auch immer wieder mich selber an!

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  1. So jetzt reichts. Zu mir brauchst du nicht mehr kommen.
    Kinder verstehen solche Aussagen nicht. Klar, für dich ist es nur ein dahingeworfener Satz. Du weißt, dass du in zwei Stunden wieder der Alte bist. Aber dein Kind weiß es nicht. Solche Dinge prägen sich ein. Vergiss nie. Dein Kind ist ein Kind. Es denkt wie ein Kind. Er hat noch nicht die Lebenserfahrungen gemacht, die du gemacht hast. Er kennt die Konsequenzen nicht. Er weiß noch nicht, dass du dich wieder beruhigst. Dazu kennt er dich und die Welt zu wenig.
  2. So wirst du es nie zu etwas schaffen
    Dein Kind ist das, was du ihm einredest dass er ist. Wenn du ihm einredest, dass es ein Nichtsnutz ist, dann wird es das auch sein. Wenn du ihm sagst, dass er nie etwas auf die Reihe bekommt, dann wird er auch nie etwas auf die Reihe bekommen. Wenn du ihm aber die Aufmerksamkeit gibst, die er braucht, wenn du ihm sagst, dass er dies oder jenes gerade wirklich gut gemacht hat, wenn du immer die positiven Dinge heraushebst, dann wird dein Kind im Leben auch etwas Schaffen. Denn er hat den Selbstglauben etwas machen zu können.
  3. Warte nur bis dein Vater nach Hause kommt!
    Ich habe mich selber schon mal erwischt, dass ich es zu meinem Großen gesagt habe und wusste im selben Moment schon wie falsch es von mir war. Ich präge ihn mit einer Angst vor seinem Vater und stelle mich dadurch besser. Der Papa weiß wahrscheinlich noch nicht mal etwas von seinem Glück seinen Sohn, den er den ganzen Tag nicht gesehen hat und er sich schon den ganzen Tag gefreut hat das Lego heute mit ihm fertig zu machen, gleich disziplinieren zu müssen. Es ist falsch. Macht es nicht. Wenn ihr euer Kind erziehen oder bestrafen wollt, dann macht es selber. Nehmt selber die Autorität in die Hand, wenn ihr sie haben wollt. Schiebt die Verantwortung die ihr habt nicht auf Andere.
  4. Nix passiert! Bis du heiratest, vergehts schon wieder.
    Wie ich diesen Satz als Kind gehasst habe. Ich habe mir gerade weh getan. Ich will getröstet werden. Durch diese Kleinrederei des Schmerzes fühlt sich das Kind nicht ernst genommen. Es lernt nicht mit dieser Situation umzugehen. Wir müssen verstehen, dass wir unsere Kinder prägen. Wir formen sie für die Zukunft. Wir erziehen hier die nächste Generation Menschen. Kinder sollten lernen: “Ja, du hast dir wehgetan? Zeig mal her. Tut es sehr weh? Wo hast du dir denn weh getan? Wie ist es passiert? Hier hast du ein Bussi von mir. Vielleicht ist es morgen ja schon besser.” Wir zeigen Interesse, an dem was das Kind gerade durchmacht. Für euch als Elternteil sind es 2 Minuten, die ihr investieren müsst. Für eure Kinder kann es seine Zukunft bedeuten. Ich habe hierzu vor kurzem erst einen wirklich gut geschriebenen Beitrag von der lieben Jeannine gelesen. Ich finde wirklich sehr lesenswert, wenn man sich noch näher mit diesem Thema auseinandersetzten möchte.
  5. Nimm dir ein Beispiel an deinem Bruder
    So ziemlich der schlimmste Fehler, den man machen kann. Meiner Meinung nach. Nie, nie, nie, würde ich das zu meinen Kindern sagen. Kinder sind individuell, sie entwickeln sich anders – obwohl sie im selbem Haus leben und von den selben Eltern erzogen werden. Sie denken anders, sie fühlen anders, sie leben anders. Jedes Kind ist individuell und es muss sich nicht mit Anderen vergleichen. Ich finde eines der schlimmsten Fehler unserer Gesellschaft allgemein ist es, dass sich Menschen mit anderen Vergleichen. Sie messen ihren Erfolg anhand des Erfolges eines Anderen. Sie sehen nie das was sie haben, sondern immer nur das, was ihr Nächster hat. Warum? Woher kommt es? Und ich glaube, dass wir schon stark in unserer Kindheit von diesem Phänomen geprägt werden. Wir werden ständig verglichen. Man wird auf den Erfolg eines anderen hingewiesen. Man wird gefragt, warum man nicht so ist, wie sein Schulkollege. “Du hast eine Zwei? Super! Ich freue mich! Gut hast du das gemacht!” Man freut sich über die gute Schulnote eines Kindes, bis man erfährt, dass fast alle Anderen eine Eins geschrieben haben. Denn das ist die Zwei nicht mehr gut genug. Ich finde wir sollten damit aufhören. Wenn ein Kind mehr weint als das Andere ist das OK. Es muss nicht damit aufhören und sich mit seinen Geschwistern vergleichen. Man kann ein Kind auf seine Fehler sensibel hinweisen, ohne seinen Charakter und seine Gefühle für immer zu zerstören.

 

Ihr Lieben, ich könnte an dieser Stelle noch ewig weiter schreiben und ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt aus jedem Punkt einen eigenen Blogpost zu machen. Ich werde sicherlich auch in Zukunft wieder über diese Themen schreiben, weil sie mich berühren und mich zum Nachdenken bringen. Ich hoffe, sie helfen euch genauso weiter, wie mir solche Artikel weitergeholfen haben.
XoXo,

Eure Trendmum

One thought

  1. Hi liebe Paula, vielen Dank für die Erwähnung und die Worte zum Artikel! 🙂 Wie schön, dass ich dich damit erreichen und du dir was mitnehmen könntest, das freut mich wirklich sehr! 🙂 Danke!

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