#tagesmutter – Auf was ich bei der Auswahl der richtigen Tagesmutter geachtet habe

Hallo meine Lieben.

Wenn es um das Thema Fremdbetreuung geht, gehen die Meinungen stark auseinander. Manche Mama’s würden ihre Kinder nie im fremde Hände geben, anderen hingegen bleibt oft – aus welchen Gründen auch immer – nichts anderes übrig.

Dass ihr Kind dabei in besten Händen sein muss, versteht sich von selber.

Doch wie findet man die richtige Betreuung für sein Kind? Es gibt so viele Angebote und nach umfangreicher Recherche und langen Überlegungen haben wir uns bei unserem Großen für eine Tagesmutter entschieden.

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Warum eine Tagesmutter?

Es gab einige entscheidende Gründe, warum wir uns damals für eine Tagesmutter entschieden hatten. Ich selber musste aufgrund unserer beruflichen Situation so schnell wie möglich wieder im Unternehmen mitarbeiten. Die ersten Monate wollte ich das von zu Hause aus während der Schlafenszeit unseres Sohnes machen. Schnell musste ich aber feststellen: das Baby schläft nicht dann, wenn ich arbeiten muss. Selbst mit der Möglichkeit von zu Hause aus zu arbeiten, war es mir mit einem Baby zu Hause nicht möglich. Denn selbst wenn ich mich selber nicht an Bürozeiten halten musste, so mussten es die Kunden und Lieferanten und oft musste schnell eine Email geschrieben oder ein Anruf gemacht werden.

Eine Betreuung musste her. Wir haben uns damals dazu entschieden unseren 8-Monate alten Sohn zu einer Tagesmutter zu geben. An zwei Tagen pro Woche für jeweils 5 Stunden.

Ein Au-Pair kam für uns nicht in Frage, da ich nicht der Typ Mensch bin, der gerne eine fremde Person in sein Haus lässt. Deswegen fiel das gleich mal weg. Ein Babysitter hätte viel zu viel gekostet und auf die Hilfe meiner Verwandten wollte ich nicht zu stark angewiesen sein. Eine Krabbelstube gibt es erst ab 12 Monaten und selbst da finde ich die Betreuung zu unpersönlich. Denn um wem kümmert sich man zuerst wenn 4 weinende Babies auf dem Boden liegen?

Eine Tagesmutter war für uns die ideale Lösung. Eine vertraute Person in unserer Nähe, zu der ich Mark hinbringen und nach 5 Stunden wieder abholen konnte. Essen wurde vor Ort täglich frisch gemacht und ausserdem betreut eine Tagesmutter immer nur maximal 4 Kinder gleichzeitig. So ist es ihr möglich auf alle Kinder einzugehen und muss Keines vernachlässigen, weil ihr alles zu stressig wird. Auch finanziell gesehen war eine Tagesmutter die eher günstigere Variante. Mit 3,50 Euro pro Stunde exklusive Mittagessen war der Preis für die Betreuung unschlagbar.

Auf was ich bei der Auswahl der Tagesmutter geachtet habe

Im Internet gibt es verschiedene Verzeichnisse von Tagesmüttern. Ich habe also angefangen mich durchzutelefonieren und mir Termine mit den Betreuerinnen auszumachen, die überhaupt in Frage kommen würden.

Meist war ein Foto von den Tagesmüttern im Internetprofil dabei und so ging ich schon mal nach Sympathie. Mir war wichtig, dass ich mit der Tagesmutter offen reden konnte. Es musste Klick machen. Wir sollten uns verstehen.

Was mir damals extrem wichtig war, war der erste Eindruck vom Haus beziehungsweise der Wohnung. Mein Kind würde hier 5 Stunden pro Tag verbringen und deswegen sollte das Umfeld stimmen. Der Geruch beim Eintritt war schon mal ein guter Indikator dafür, ob es im Haus sauber ist oder nicht. Leider stimmte der nicht immer.

Ausserdem habe ich in die Ecken des Wohnzimmerbodens geschaut. Auch hier sollte ordentlich gesaugt worden sein. Wenn dies nicht mal bei der Erstbesichtigung möglich war, dann war mir klar, dass das keine Priorität hatte. Ein krabbelndes Baby sollte nämlich nicht unbedingt Staubballen essen können. Das ist mir zu Hause wichtig, also sollte ich auch bei der Betreuungseinrichtung darauf achten.

Sollte man ein Problem damit haben, dass die Tagesmutter Haustiere hat, sollte man hier eventuell nachfragen. Ich weiß von anderen Bekannten, dass diese eine Tagesmama mit Hauskatze niemals auswählen würden.

Auch wichtig war mir der Geräuschpegel im Haus. Selbst mit 4 kleinen Kindern im Haus hat es unsere Tagesmutter damals geschafft einen ruhigen Ton im Haus zu halten. Die Kinder sind nicht wie wild durchs Wohnzimmer gehüpft und haben sich die Köpfe eingeschlagen, sondern sie haben zusammen auf dem Boden gespielt, es wurden Puzzles gemacht oder es wurde zusammen auf der Couch gelesen oder Lieder gesungen. Das war immer etwas, was mich besonders bei unserer Tagesmama fasziniert hat. Ich habe das nie mit einem Kind geschafft, was sie mit Vier geschafft hat.

Wie flexibel sie zeitlich ist, ist vielleicht auch nicht zu verachten. Ich habe öfter mal Terminausfälle gehabt, an denen Mark theoretisch zu Hause bleiben hätte können. Bei manchen Tagesmüttern muss man Tage, an denen die Kinder nicht kommen trotzdem bezahlen. Einfach weil diese sehr auf das Geld angewiesen sind und zeitlich sehr unflexibel sind. Bei unserer Tagesmutti hat man immer nur diese Tage bezahlt, an denen Mark auch wirklich anwesend war. War er durch Krankheit verhindert, ist er mal mit mir zu Hause geblieben, weil ich Zeit an diesem Tag hatte, musste dafür auch Nichts gezahlt werden. Ausserdem konnte ich Mark ruhigen Gewissens auch schon mal 30 Minuten später abholen, ohne zu befürchten, dass sie böse ist, weg muss oder keine Zeit hat. Eine einfache SMS reichte meist um ihr zu sagen, dass ich mich verspäte.

Wichtig war auch, was die Betreuerin täglich kocht. Schafft sie es auch unter Zeitdruck gesunde Sachen zu kochen, vielleicht auch Babybrei oder kommen bei ihr meist Würstel oder Nudeln auf den Teller? Das kann man eigentlich schon beim Kennenlerntermin erfragen. Fragt einfach mal nach, was sie sonst so für die anderen Kinder kocht.

Und nicht zuletzt sollte man auf sein Kind achten. Mark hat sich damals vom ersten Moment an wohl bei der Tagesmama zu Hause gefühlt. Ich konnte merken, dass er sich mit diesem Umfeld anfreunden kann.

So, das waren die Punkte, die mir sehr wichtig bei der Auswahl der richtigen Tagesmutter waren.

Auf was achtet ihr bei der Auswahl? Was war/ist euch wichtig?

XoXo,

Eure Trendmum


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