#sorrynotsorry – 6 Dinge, für die man sich als Mama nicht schämen oder rechtfertigen muss

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser!

Ich habe manchmal das Gefühl, dass es mittlerweile ein Wettbewerb geworden ist. Wer ist die bessere Mutter, wer bastelt mehr, wer macht mehr frisches Essen, wer verwendet die besseren Windeln, wer ist die “Bessere”?

Aber nicht nur andere Mütter urteilen gern über Mamas – nein auch Kinderlose, Jugendliche und die schon etwas ältere Generation. Alle glauben ungefragt ihre Meinung über das Kind, das sie gerade sehen und wahrscheinlich nicht mal kennen, äußern zu können.

Und manchmal sehe ich es, dass die Mütter sich dann schämen oder ihnen eine gewisse Situation unangenehm ist. Nicht aber, weil sie es unpassend finden, wie sich das Kind verhält, sondern weil “die anderen schauen” oder weil sie das Gefühl haben, sie müssten für “die anderen” jetzt handeln.

Deswegen möchte ich heute einige Dinge anführen, für die sich eine Mutter niemals schämen oder rechtfertigen müsste:

  1. Wenn ein Kind weint oder schreit
    Egal ob im Supermarkt, auf der Straße oder im Restaurant. Ein Kind ist ein Kind und kann sich oft einfach nicht anders verständigen. Es kann einfach nicht aufzeigen, dass es die Situation gerade echt ärgerlich findet. Also schreit es. Na und? Es ist ein Kind. Lassen wir sie doch einfach.
  2. Wenn eine Mama wieder ins Berufsleben einsteigen will
    Ich habe hierzu schon mehrere Artikel veröffentlicht. Nirgendwo sonst, wie im deutschsprachigem Raum wird das wiedereinsteigen ins Berufsleben einer Mama so stark kritisiert und abgewertet wie im deutschsprachigem Raum. Und genauso wie eine Vollzeitmami erwartet, dass ihre Entscheidung akzeptiert wird, genauso erwarte ich mir auch, dass der andere Weg nicht kritisiert wird. Mütter sollten anfangen sich gegenseitig zu unterstützen, anstatt sich ständig gegenseitig klein zu machen.
  3. Wenn eine Mama sich gegen das Stillen entscheidet
    So what? Jede wie sie will. Jede, wie sie es für sich und ihr Kind entschieden hat. Warum hat es denn für dich eine Relevanz, ob eine andere Mutter ihr Kind stillt oder nicht? Es hat weder für dich, noch für dein Kind irgendeine Konsequenz.
  4. Für das Outfit deines Kindes
    Ich weiß wie mein Kind tickt. Wie sein Körper funktioniert. Wann er krank wird, wann es OK für ihn ist ohne Haube rauszugehen. Viel zu oft habe ich es erlebt, dass ich an wildfremden Menschen vorbeigehe, die dann ganz unauffällig und “leise” solche Sätze wie: “Also wenn das mein Kind wäre, hätte ich ihm noch mindestens zwei Kleiderschichten angezogen!” von sich geben. Na und? Dann mach das doch so. Es wird schon einen Grund haben, warum mein Kind gerade jetzt, in diesem Moment, an dem ich gerade an dir vorbeigehe keine Jacke an hat oder keine Haube trägt. Diese Kommentare sind absolut sinnlos und helfen Keinem!
  5. Warum dein Kind mit 3 noch eine Windel trägt
    Auch das ist eine Sache, die ich noch nie verstanden habe. Ist es ein Wettbewerb? Oder gibt es ein Höchstalter für Windelträger? Warum muss mein Kind ab genau dem 3. Lebensjahr schon trocken sein? Bezahlt jemand meine Windeln? Muss ich es vor irgendwem rechtfertigen? Versteht mich nicht falsch. Mein Sohn war mit 2,5 Jahren bereits trocken – auch Nachts. Aber nicht weil wir es forciert haben. Sondern einfach, weil er es ab diesem Zeitpunkt begriffen hatte. Nie aber würde ich auf die Idee kommen jemanden zu fragen wie alt sein Kind ist und wie lange er noch vorhat seine Windel zu tragen?!
  6. Wenn ich meinem Kind im Restaurant das Essen vorkaue
    Ja – hier gehen die Meinungen auseinander. Mein Kleiner ist ein Jahr alt und liebt das Essen über alles. Nicht alles kann er mit seinen 6 Zähnchen aber schon essen. Und da ich im Restaurant nicht immer meinen Mixstab dabei habe, kaue ich ihm das Essen regelmäßig vor. Und er liebt es!! Früher waren mir die Blicke anderer sehr unangenehm und ich habe versucht mich zu verstecken. Mittlerweile mache ich es nicht mehr. Klar mache ich es nicht so, dass mir jeder sofort in meinen Mund  blicken und mein Gekautes anschauen muss. Aber ich verstecke mich einfach nicht und achte nicht darauf, dass ja keiner gerade schaut. Ich füttere mein Kind. Kommt damit zu Recht. Eure Mütter haben es früher auch alle gemacht.

Was sind so eure Favoriten? Was geht gar nicht? Wofür sollten sich Mamas niemals schämen oder rechtfertigen müssen? Ich bin neugierig auf eure Meinungen.
XoXo,

eure Trendmum

 

 


 

Das könnte dir auch gefallen:

 

“#achtsamkeit – Warum gesagte, aber auch ungesagte Wörter das Selbstbewusstsein deines Kindes zerstören können”

 

IMG_9610

 

“#adayinalife – wenn mein Baby die Welt erklärt”

 

Bildschirmfoto 2017-08-19 um 21.31.54

 

 

 

 

4 thoughts

  1. Da muss man aber im Gegenzug zu Punkt 3 auch folgendes erwähnen: „wenn eine Frau entscheidet langfristig zu stillen“
    Mein Kleiner ist 15 Monate und wird noch gestillt. Alle Versuche es ihm abzugewöhnen sind gescheitert und ich akzeptiere dass er es einfach braucht. Hätte mir nie ausgemalt dass ich mal eine langzeit stillmama werde, meinen ersten Sohn habe ich nicht so lange gestillt (7 Monate). Nicht alle Kinder sind gleich und das ist auch gut so. Sprüche habe ich was das betrifft schon einige bekommen! Das wird meiner Meinung nach in der Gesellschaft noch weniger toleriert als wenn man nicht stillt.

Leave a Reply