#abloggerslife – Ob ich mich schäme Blogger zu sein?

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Auszug aus der WOMAN Mom

Es gibt zwei Gründe warum sich Menschen dazu entscheiden zu bloggen: A ) sie machen es, weil sie glauben schnell Geld damit verdienen  zu können oder B) sie machen es aus idealistischen Gründen. Weil sie sich mitteilen wollen oder weil sie ihre Erfahrungen mit anderen teilen wollen.

Als ich mich Anfang 2014 dazu entschieden habe zu bloggen, hatte ich einen ganz einfachen Grund. Ich habe mir etwas schwergetan mich in der neuen Mutterrolle hinein zu finden. Ja ich muss zugeben, ich war etwas überfordert aber viel zu stolz es zuzugeben. Auch hatte mein Großer Schwierigkeiten alleine einzuschlafen. Essen war schon immer ein Kampf. Ich war neugierig, wie das andere Mamis so machen und habe viel gegoogelt. Dabei waren mir Fachartikel ehrlich gesagt ziemlich egal. Ich wollte wissen wie es andere, reale Personen so machen. Mütter in meinem Alter.

Blogs waren damals in Österreich noch nicht so weit verbreitet – Modeblogs gab es auch damals schon wie Sand am Meer, aber keine Mamiblog – und als ich dann über 2 oder 3 Familienblogs gestoßen bin, habe ich mich dazu entschieden meine Erfahrungen ebenfalls mit anderen Müttern zu teilen. Ich wollte ihnen sagen: Hey, so habe ich es geschafft das mein Baby durchschläft. So habe ich meinen Sohn dazu gebracht Karotten zu essen. So mache ich das, wenn mein Kind die ganze Autofahrt durchbrüllt… Dass ich irgendwann mal damit Geld verdienen würde oder dass mein Blog sogar ausgezeichnet wird, war für mich kein greifbares Thema.

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn meiner Bloggerkarriere anonym bleiben wollte. Es war mir unangenehm anderen Leuten zu sagen, dass ich mich im Internet mitteile. Lange Zeit habe ich es fast keinem erzählt. Lediglich meine engsten Freunde und Familie wusste Bescheid.

Doch wie will man anonym bleiben? Natürlich spricht sich schnell herum.

Ja lange Zeit wollte ich einfach nur einen Kanal finden um mich mitzuteilen.

Ich muss sagen, dass ich mich in diese Rolle erst hinein leben musste. Aufzuhören kam mir dabei immer wieder in den Sinn. Und jedes Mal, wenn ich den Gedanken daran hatte aufzugeben, oder ich mir dachte, das es mir diese merkwürdigen und fragenden Blicke nicht wert seien, bekam ich eine Nachricht von einer verzweifelten Mutter, die mir dafür dankte, dass ich genau ihr Problem angesprochen hatte. Denn es seid ihr, liebe Leserinnen und Leser, die mich tagtäglich dazu ermutigt haben weiterzumachen.

Mittlerweile bin ich stolz drauf Mamabloggerin zu sein. Keine Blicke und keine Worte, die mir andere zukommen lassen, könnten mich verletzen oder mich in eine unangenehme Situation bringen. Es ist mir nicht unangenehm im Internet vertreten zu sein. Es ist mir nicht unangenehm, dass Leute meinen Namen kennen. Es ist mir nicht unangenehm, dass Leute mich auf geschriebene Inhalte ansprechen. Denn ich weiß warum ich es mache. Und ich weiß worüber ich schreibe. Und es muss mir ganz und gar nicht peinlich sein.

Ich schreibe über Themen, die die Mütter von heute beschäftigen. Ich höre mich viel um und rede mit vielen. Und euer Feedback nach jeden meiner Blogbeiträge ist einfach phänomenal. Und deswegen werde ich das auch weiterhin machen. Nicht für Auszeichnungen, nicht für die Möglichkeit mit anderen Firmen zu kooperieren und nicht für Social Media Fame. Sondern für euch liebe Leserinnen, die mich jeden Tag dazu ermutigen.

Ich danke euch dafür, dass ihr mir Mails schreibt und mich fragt wann der neue Newsletter raus kommt? Ich danke euch dafür, dass ihr euch die Zeit nehmt um mir super lange Mails und Nachrichten zu schreiben. Und ich danke euch für euer Vertrauen. Für eure Fragen, die mir immer wieder entgegenbringt und auf meine Meinung vertraut.

 

 

 

XoXo,

Eure Trendmum

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