#perspektivenwechsel – die Sache mit dem Gönnen Können

Es gibt eine Sache, die ich noch nie richtig verstanden habe… und zwar das ständige sich mit Anderen vergleichen wollen. Ich habe eigentlich noch nie darauf geschaut, wie es anderen so geht und mir gedacht:

“Wie hat er das erreicht?”  //  “Warum hat er so viel?”   // “Warum sieht sie besser aus als ich?”   //   “Oh mann, die kann sich ja viel besser kleiden als ich!”   //    “Warum ist sie so beliebt?”   //    “Wie schafft sie das alles eigentlich alles unter einen Hut zu bringen?”

Ich muss sagen, dass ich bewusst schon immer ein sehr glücklicher Mensch war. Ich versuche selbst der schlimmsten Situation immer etwas gutes abzugewinnen. Ich versuche das große Bild zu sehen. From the Birds Eye View.

Ich schaue fast nie auf einen einzelnen Moment, in dem ich mich gerade befinde, sondern versuche mein Leben von außen zu betrachten. Von weiter weg. Und von dort aus sieht alles meist viel besser aus.

Neid ist keine schöne Eigenschaft. Jemanden etwas Gönnen zu Können muss in den meisten Fällen ja schon richtig erlernt werden. Und ich glaube, das ist schon den Meisten bewusst. Die wenigsten sprechen offen darüber, dass sie jemanden etwas neidig sind oder dass sie jemanden etwas nicht gönnen.

Neid äußert sich dann meist in ganz anderer Art und Weise. Und zwar in übler Nachrede, in schlechtem Benehmen dieser Person gegenüber oder in den meisten Fällen in Wut. Und oft weiß man dann gar nicht, warum man nun die ganze Zeit so schlecht drauf ist. Ich gehe sogar so weit zu sagen: Neid kann einen krank machen.

Perspektivenwechsel

Das Problem ist meiner Meinung nach ganz einfach: Man betrachtet die Dinge von der falschen Seite. Man sieht nie das, was man selber, sondern das was der Andere hat.

Ich sehe nicht, dass ich mich selbst so glücklich schätzen kann, dass ich so gute Freunde habe, die immer für mich da sind, wenn ich sie brauche. Sondern ich sehe, dass die andere Person auch viele gute Freunde hat. Vielleicht sehe ich, dass sie mit einer ganz bestimmten Person befreundet ist und frage mich: warum?

Ich sehe nicht, dass ich ein superschönes Auto habe, das ich aus eigener Kraft finanzieren konnte, sondern ich sehe das Auto meines Nachbarn. Eine Luxuskarre, die mit Leasingraten finanziert wird. Und nein, ich gönne ihm das Auto nicht.

Ihr seht: Es geht nur um die Perspektive. Wie betrachte ich mein Leben? Wie stehe ich zu mir selbst? Bin ich mit mir selbst zufrieden? Wenn nicht, dann werde ich mich immer mit anderen vergleichen müssen.

Eine Frau meinte mal: “Es wäre mir egal, ob mein Kind den ganzen Tag schreit! Es wäre mir egal, dass ich jede Nacht 5 mal geweckt werde. Es wäre mir egal, dass ich vorerst nur mit Abstimmung mit meinem Partner zum Frisör kann. All das wäre nicht wichtig. Denn ich hätte ein Kind, das ich lieben kann. Das ich halten kann und das meinem Leben einen Sinn gibt. Ich kann keine Kinder bekommen. Seit Monaten laufe ich von einer Untersuchung zur Anderen. Ja auch mein Partner war schon beim Arzt. Und es scheint, als wäre es hoffnungslos. Als wäre uns der Wunsch von eigenem Kind nicht gegönnt.”

Ein Blinder Pianist, den ich niemals vergessen werde, meinte einmal zwischen zwei seiner Stücke die er live vor uns vorgetragen hat: “Die Menschen fragen mich immer, ob es nicht schrecklich ist blind zu sein? Ob es nicht schlimm sei, dass ich mein Kind noch nie gesehen habe? Sie bemitleiden mich. Und jedes Mal sind die Menschen über meine Antwort geschockt, die jedes mal die Gleiche ist. Ich bin nicht traurig. Ich bin nicht wütend. Ich liebe mein Leben. Ich bin dankbar zwei gesunde Hände und zehn gesunde Finger zu haben, denn so kann ich Musik und die Menschen in meiner Umgebung glücklich machen. Ich bin dankbar, dass ich so eine wunderbare Ehefrau habe, die mich tagtäglich so wunderbar unterstützt. Ich bin dankbar ein Kind zu haben, denn eine Familie, das ist doch das was sich so ziemlich jedes Pärchen wünscht. Ich bin dankbar zwei gesunde Füße zu haben und nicht im Rollstuhl sitzen zu müssen. Und ich bin dankbar jeden Tag eine warme Mahlzeit auf dem Tisch stehen zu haben und nicht hungern zu müssen. Ich habe alles was ich mir wünschen könnte. Das fehlende Augenlicht behindert nicht mein Glücklich sein.”

Wahnsinn, oder? Wie die Perspektivenänderung alle Situationen verändern kann.

Liebe Leserinnen und Leser. Lasst uns gemeinsam wachsen. Lasst uns niemals auf das schauen, was andere haben, was sie erreicht haben oder was sie nicht haben.

Lasst uns das wertschätzen, was wir haben. Lasst uns dafür dankbar sein. Lasst uns glücklich sein und lasst und erkennen, wie gesegnet wir sind.

XoXo,

eure Trendmum

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