#alwaysonline – Wir verlieren den Augenblick in dem wir versuchen ihn festzuhalten und ihn mit unseren liebsten zu teilen

Hello meine Lieben,

vor kurzem habe ich in einem Magazin die Zeile “Wir verlieren die Gegenwart, in dem wir versuchen sie ständig festhalten zu wollen” gelesen.

Wir leben in einer Social Media Gesellschaft. Zumindest die meisten im Alter zwischen 15-40 Jahren – würde ich mal sagen. Die einen mehr, die anderen weniger. Und doch haben wir die meiste Zeit unsere Smartphones in der Hand. Jeder Moment kann mit einem schnellen Handgriff, einem schnellen Swipe festgehalten werden. Sobald etwas beeindruckendes passiert zücken wir sofort unsere Kameras und halten den Moment fest. Wir sind so verkrampft jede Kleinigkeit zu fotografieren – ja viele sogar ihre Mahlzeiten und ihre Kaffees – dass wir oft vergessen einfach mal abzuschalten und den Moment, die Gegenwart in vollsten Zügen zu genießen. Einfach mal zurücklehnen, dem Partner oder dem Kind tief in die Augen zu schauen und das Gefühl zu haben: Ich wünschte ich könnte die Zeit gerade einfrieren.

Doch mit dem Krampf alles festhalten zu wollen hört es meist ja gar nicht auf. Bei vielen – ja auch in meinem Alter – geht das noch weiter. Und zwar muss jeder Moment auch noch online geteilt werden. Unwichtiges Zeugs. Sachen, die in der Familie passieren, Momente die man mit seinem Kind teilen sollte und Stories, die eigentlich keiner hören will oder hören sollte.

Die Aussage “Wenn ich mit meiner Freundin in der Stadt bin und ich poste kein Bild davon und mache keine Instastory. Waren wir dann wirklich in der Stadt?” bekommt in unserem Freundes- und Kollegenkreis oft eine wahre Bedeutung. 😛

 

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Ja, ich bin Bloggerin. Ich mache auch irrsinnig gerne Bilder für Instagram und achte dabei auch auf die Ästhetik der Bilder. Ich teile Geschichten aus meinem Alltag und nehme euch oft auf unsere Reisen mit. Das mache ich wirklich gerne und sehe es nicht als eine Pflicht, um meine “Arbeit” zu machen. Trotzdem ist mir sehr wohl bewusst, dass ich eine Verantwortung für meine Kinder habe. Dass ich sie in den Medien zeige, das war schon eine ganz bewusste Entscheidung von uns und ich habe mir diese nicht einfach gemacht. Meine Kinder zu vermarkten und als Werbegesichter herzuhalten würde für mich nie in Frage kommen, auch wenn es für manche oft den Anschein hat, wenn man die Bilder als Dritter fertig präsentiert bekommt. Die Bilder entstehen oft in einem sehr liebevollen Umfeld und wenn ich merke, dass sie nicht wollen oder dass sie ein bestimmtes Produkt nicht mögen, dann wird diese Kooperation eben abgeleht oder dieses Bild nicht gemacht. Hier ziehe ich klare Grenzen und bin hier auch sehr konsequent.

Ja von mir hört man manchmal mehrere Tage nichts. Aber das ist auch OK. Auch als Bloggerin. Denn ja – Instagram, Facebook und Blog sind von meinem privaten Leben doch ganz klar zu trennen. Ich möchte nicht gezwungen sein Momente, Bilder und Tage mit euch zu teilen, denn sobald ich diesen Druck fühle würde bei mir das Kreative untergehen. Ich würde mich selbst drin verlieren und könnte nicht mehr so offen und ehrlich über mein Leben und meine Erfahrungen sprechen. Ich würde eine Mauer aufbauen und zwei Leben leben. Eines für Social Media und ein Privates. Und genau das möchte ich nicht. Ich möchte Momente genießen können ohne den Druck zu verspüren sie gleich wieder teilen zu müssen. Manche Momente will ich für mich ganz allein haben.

Liebe Mamas, liebe Papas. Vergesst nie den Moment wirklich zu genießen. Gewisse Momente für euch allein einzufangen. Sie nur für euch zu haben. Verinnerlicht die Zeit, die ihr mit euren liebsten habt und lasst uns bewusst unsere Smartphones weglegen.

Lasst uns nicht die Gegenwart verpassen, in dem wir versuchen sie festzuhalten.

XoXo,

eure Trendmum

 


 

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