#respectfulways – wenn wir unseren Kindern auch mit unserer Sprache mit Respekt begegnen

Wenn unser Leben – und das unserer Kinder – durch unseren tagtäglichen, kleinen und intuitiven Entscheidungen gelenkt wird, ohne das wir es merken

Das Leben besteht aus vielen kleinen Entscheidungen. Entscheidungen die wir tagtäglich treffen, die wir wahrscheinlich im Unterbewusstsein machen. Wir merken nicht einmal das wir unser Leben in eine bestimmte Richtung lenken. Es sind Kleinigkeiten wie: Wie reagiere ich auf einem provokanten Satz mit Menschen? Nehme ich es mit Humor, lache ich jetzt weg? Ignoriere ich es? Oder gebe ich Kontra?

Es sind Dinge wie, ob ich beim Autofahren die Nachricht lese, die ich gerade erhalten habe oder doch bis zu Hause warte?

Und es sind Dinge wie ich meinem Kind in meiner Sprache tagtäglich begegne. Mit dem einzigen feinen Unterschied, dass ich damit aber auch sein Leben in bestimmten Bahnen lenken ohne dass es mir auffällt. Denn Worte verletzen, Worte prägen und Worte kann man nicht zurücknehmen. Selbst wenn man sich danach für diese entschuldigt. Einmal gesagt, kann nicht wieder ungesagt werden.

 

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Wenn wir unseren Kindern auch mit unserer Sprache respektvoll begegnen

Es war ein Satz von der kleinen Mia. Unüberlegt, im Spaß sagte sie zu einer Bekannten eine Sache, die den Eltern anscheinend peinlich war. Was mich bei der Geschichte aber wirklich erstaunt hat, war die Antwort des Vaters: „Mia, du verzogene, kleine Göre! Du bist doch nicht normal!“ Diese Aussage war keineswegs böse gemeint, sondern eher so ein dahin geworfener Satz eines peinlich betühurten Vaters. Ein Versuch des Vaters die Situation zu retten. Mit einem Lachen in der Stimme warf er also diese Aussage in den Raum.

Ich muss dazu sagen, dass mich Dinge, die Kinder von sich geben nie verletzen könnten und ich würde mir auch nie denken: Wow, das war jetzt aber unangebracht! Letztendlich sind es doch kleine Kinder, die Auswirkungen ihrer Worte noch nicht abschätzen können. Wenn eines meiner Kinder mal Jemanden etwas gemeines an den Kopf wirft, das mir so gar nicht gefällt, dann würde ich persönlich aber nie so Kontra geben.

Was ich machen würde? Ich würde einfach versuchen dem Kind in kindlicher Sprache zu erklären, dass Worte Menschen verletzen können und dass auch Worte, Konsequenzen haben. Ich würde ihm klarmachen, dass er ja auch nicht will dass Alexander so mit ihm redet. Nie aber könnte ich eines meiner Kinder vor anderen so klein machen.

Ich bin in diesem Punkt vielleicht sehr sensibel. Einfach weil mir Aussagen von Erwachsenen, die mir im Kindesalter an den Kopf geworfen wurden – nie mit einer schlechten Absicht, sondern einfach nur so im Spaß dahin geworfene Sätze – bis heute hängen geblieben sind. Es gibt Dinge, die sich einfach ins Gehirn einbrennen.

Ich bin davon überzeugt, dass man sich auch als Kind bestimmte Dinge zu Herzen nimmt. Dass man auch als Kind Reaktionen des Erwachsenen wahrnimmt. Ja, Positive wie auch Negative! Gelächter, das nicht Ernst nehmen eines Kindes und das damit verbundene Klein machen eines Individuums.

Solche Statements wie: „Das ist doch noch ein Kind. Es versteht doch noch gar nicht, was du damit meinst!“ kann ich dabei am allerwenigsten leiden! Oooh, wenn ihr nur wüsstet, was unsere Kinder schon verstehen und aufnehmen! Oft schon vom Kleinstkindalter auf!

Lasst uns zusammen darauf achten, wie wir unseren Kinder begegnen wollen. Im Endeffekt nützen all unsere Worte, all unsere Erziehungsmaßnahmen und Versuche nichts, wenn wir unseren Kindern nicht mit Respekt begegnen und wir ihnen nicht vorleben können, was wir von ihnen erwarten.

XoXo,

 

Eure Trendmum

 


 

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6 thoughts

  1. Ein sehr wichtiges Thema! Ich glaube, dass es ganz entscheidend ist, wie wir unseren Kindern was sagen. Nicht nur in Bezug auf beleidigende Worte, auch im Alltag. Worte formen unsere Realitäten.
    Ich hoffe ihr konntet die Situation mit diesem Vater klären. Ein Kind zu beleidigen geht gar nicht!
    Liebe Grüße, Simone

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