#workingmom – das Kind ist krank, Mama bleibt daheim | ist die Mama in der Arbeitswelt wirklich entbehrlicher?

Hello meine Lieben,

 

heute habe ich wieder mal ein Thema Rund um die arbeitstätige Mama für euch.

Vor ungefähr 2 Jahren habe ich hier auf dem Blog einen Beitrag mit dem Titel #letter – An die Mutter, die ihr krankes Kind bewusst in den Kindergarten bringt veröffentlicht.

Immer noch gehen die Meinungen über diesen Beitrag stark auseinander und anstatt Schuldgestädnisse bekomme ich eigentlich immer noch viel Kritik von Müttern. Warum? Weil sie finden, dass ich nicht gegen die arme Mama schreiben soll, die ihr Kind bewusst krank in den Kindergarten bringen, sondern den Brief lieber an die Politik hätte schreiben müssen, da sich die meisten Mütter dazu gezwungen fühlen ihre Kinder krank in den Kindergarten zu bringen, da sie zu wenig gesetzliche Betreuungstage haben.

Ich möchte hier an dieser Stelle aber keine neue Diskussion lostreten, warum ein krankes Kind nicht in den Kindergarten oder zur Tagesmutter gehört – PS: Ich stehe immer noch 100%ig dazu, dass ein krankes Kind nach Hause ins Bett und mit Liebe versorgt gehört – sondern möchte auf ein anderes Thema eingehen, das mir in diesem Zusammenhang aufgefallen ist.

Immer noch bleibt auch bei einer aufrechten und intakten Beziehung zum größten Teil die Mama zu Hause, wenn das Kind erkrankt. Die Mama fühlt sich Verantwortlich und sie entscheidet sich dazu zu Hause zu bleiben und vielleicht sogar ihren Job zu risikieren, wenn es das Kind gewagt hat dieses Jahr schon zu oft krank zu werden.

Kaum Eine, die kommentiert hat meinte, dass der Papa halt zu Hause bleibt und sie es sich daher besser einteilen können. Dass der Papa auch unter die Arme greift. Dass seine gesetztlichen Betreuungstage aufgebraucht sind.

 

Mama entbehrlicher

 

In der Arbeitswelt läuft was falsch

Eigentlich bin ich nicht Eine, die sich darüber beschwert, wie viel weniger die Frau im Vergleich zum Mann für dieselbe Position verdient. Ich halte mich aus solchen Diskussionen immer raus und möchte auch an dieser Stelle nicht auf diesen Punkt in der Arbeitswelt eingehen. Wir alle wissen: hier läuft was falsch.

Aber nicht nur hier. Warum tut sich ein Arbeitgeber so schwer eine Frau anfang der 30er anzustellen? Babygefahr? Die könnte ausfallen.

Ja, es stimmt sogar. Frauen werden schwanger und fallen womöglich aus. Warum aber fragt sich aber nie ein Arbeitgeber bei einem Mann Anfang 30, ob eine “Babygefahr” besteht? Schließlich gehört zur Mama immer auch der Papa. Auch der Papa hat Verantwortung, sobald seine Frau schwanger wird. Auch der Papa hat gesetzlich das Recht in Karenz zu gehen. Auch der Papa kann gesetztliche Betreuungstage in Anspruch nehmen und daheim bleiben. Auch der Papa muss sich kümmern. Idealerweise zu gleichen Teilen wie die Mama.

Und warum kommt es dann immer noch vor, dass eine junge Frau in der Arbeitswelt gleich eine finanzielle Gefahr und ein Mann als finanzielle Einkuftsquelle gilt?

Warum ist es selbstverständlich dass die Mama im Krankheitsfall zu Hause bleiben wird? Ist sie entbehrlicher in der Arbeitswelt? Findet der Mann, dass sie zu Hause bleiben sollte? Ist seine Arbeit wichtiger? Ist ihre Arbeit weniger Wert? Spielt der finazielle Aspekt eine Rolle? Wäre es weniger schlimm, wenn die Frau ihren Job verliert, wenn sie zu oft beim Kind daheim bleibt? Oder würden sich die Fragen nicht stellen, welche Stelle finanziell entbehrlicher ist, würden beide gleich viel verdienen?

Wir haben es für uns so gelöst, dass wir uns abwechseln. Wir haben beide die Möglichkeit die Gleitzeitvereinbarung und einen etwaigen Zeitausgleich komplett auszunützen, auch wenn die gesetzlichen Betreuungstags schon aufgebraucht sind. Und dies machen wir dann komplett gleichberechtigt, je nachdem wie es sich arbeitstechnisch ausgeht.

Ich würde mir wirklich wünschen, dass hier ein Umdenken passieren würde. Dass Männer verstehen, dass der Job der Frau genau so wichtig ist, wie der eines Mannes. Dass der Mann in der Erziehung genauso involviert sein sollte, wie die Mama.

Ich würde mir wirklich mehr Verständnis und mehr Toleranz für berufstätige Mütter wünschen. Nicht nur von der Arbeitswelt. Sondern auch unter den Müttern selber.

 

XoXo,

eure Trendmum

 


 

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