#flyinghigh – Über Flugangst bei Kindern und was du dagegen tun kannst

Unser Großer ist mittlerweile fast 5 Jahre alt und hat in seinem Alter schon einige Flugreisen hinter sich. Davon 4 Langstreckenflüge mit jeweils 14h Flug. Ich bin wirklich froh, dass ich mich mit dem Thema Flugangst bei meinen Söhnen nie auseinandersetzen musste. Denn beide fliegen gerne.

Dass das aber nicht selbstverständlich ist, ist mir durchaus bewusst. Und wie schlimm Flugangst sein kann auch. Denn ich habe sie. Zwar nicht in solch eine ausgeprägten Form, dass ich deswegen komplett auf den Flug verzichten würde. Aber sie ist da. Die Angst vor Turbulenzen, die Angst vor einem Absturz, die Angst sich nicht so bewegen zu können, wie ich es gerne hätte.

Für Nicht-Betroffene ist diese Angst schwer nachzuvollziehen. Die Folgen sind oft Angstanfälle, erschwertes Atmen, nicht-rationales Denken und Herzrasen. Die Angst vor solch einer Angstattacke kann Einen dabei in die nächste jagen.

Mittlerweile hab ich aber gelernt mit solchen Angstattacken umzugehen. Sie sind zwar noch im Hinterkopf. Jedoch kann man durch sie durchatmen.

Flugangst bei Kindern ist dabei noch ein Stück komplizierter. Deswegen habe ich mich in dieses Thema eingelesen und möchte hier nun einige Erkenntnisse mit euch teilen.

Über Flugangst bei Kindern

Man muss bei Flugangst bei Kindern unterscheiden. Sind die Kinder schon mal geflogen oder nicht? Man muss der Ursache für die Angst auf den Grund gehen. Woher kommt sie?

Ist es eine Erfahrung, die diese Angst auslöst? Oder ist es die Angst vor dem Ungewissen? Die Frage, wie es sein wird so hoch oben über den Wolken?

 

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  • Rede viel mit deinem Kind
    Einem Kind nicht vor einer bevorstehenden Flugreise zu erzählen, aus Angst er würde nicht mitfliegen wollen ist dabei der komplett falsche Weg. Vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, kann dabei die Angst verstärken. Wichtig ist dem Kind zu erklären, dass man verreist. Erklärt ihm, was bei einem Flug geschieht. Was bei Turbulenzen geschieht.

    Ganz wichtig zu wissen ist es, dass Turbulunzen einem Flugzeug nichts anhaben können. Bei Tests, wenn das Flugzeug entwickelt wird, werden Kräfte auf darauf losgelassen, die wir uns nicht vorstellen können. Nur wenn es diese aushält, gehen die Flugzeuge in Produktion. Ausserdem muss man wissen, dass Piloten bei Turbulenzen eigentlich nur darüber besorgt sind, ob die Fluggäste in Ruhe essen können oder nicht. Sie werden nun versuchen die geeignete Flughöhe zu finden, in der keine Panik verbreitet wird.

    Erklärt das eurem Kind. Erklärt ihm, dass ein Flugzeug nicht auf Schienen fährt und dass Höhendifferenzen etwas ganz normales sind. Die Kinder verstehen und begreifen mehr, als wir uns vorstellen können. Erzählt im Fluggeschichten. Lasst in “Superwings” oder ähnliche Zeichentrick anschauen. Bittet die Erzieherin im auch Geschichten zu erzählen. Macht ihm Lust auf die Reise. Auf den Flug.

  • Ein Platz am Fenster
    Wenn mir immer ganz mulmig beim Start wird schaue ich aus dem Fenster. Dabei ist es hilfreich zu sehen, was dieses Gefühl des Schwindels gerade auslöst. Es hilft zu wissen, dass wir uns gerade drehen oder dass wir gerade wenden. Auch bei Kindern ist es hilfreich zu beobachten, was gerade passiert. Ein Platz beim Fenster ist dabei auch für Kinder mit Flugangst sicherlich ein gute Sache. Und auch hier ist ganz wichtig: Redet mit dem Kind. Erklärt ihm was gerade passiert. Zeige ihm in welche Richtung euer zu Hause ist. Bleibt bei ihm.
  • Ruhig bleiben
    Vor Allem wenn die Mama selbst Flugangst hat ist es wichtig sich das nicht anmerken zu lassen. Ruhe ist dabei die wichtigste Devise. Diese Ruhe wird sich auf das Kind übertragen. Ich kann mich erinnern, dass ich bei Flügen früher immer meine Eltern beobachtet habe und mir dachte “wenn sie nicht mal ein bisschen auf diese Turbulenz reagieren, dann wird es nicht so schlimm sein!”
  • Ablenkung
    Ablenkung ist nicht nur für Kinder mit Flugangst wichtig, sondern auch für Langstreckenflüge mit Kinder. Denn sie werden gern beschäftigt. Habt ein Malbuch mit, etwas was ihre Gedanken beschäftigt. Spielsachen oder zur Not das berühmte IPad. Auch Wasser trinken kann von den Höhen ablenken.
  • Und für Härtefälle: Flugsimultor besuchen
    Und wenn ihr bereits einen Flug hinter euch habt und ihr merkt, dass all diese Tipps nichts helfen, so kann man immer noch auf solche Dinge wie Flugsimulatoren setzen. Denn: die Angst ist im Kopf. Diese muss besiegt werden und meist klappt es gut, wenn man versteht was passiert. Auch bei Kindern. Es gibt sogar in Wien einen Flugsimultor für Angstpatienten, wo man im Vorfel mal eine Flugreise durchspielen kann.

Wie geht es euch und euren Kids mit dem Fliegen? Was habt ihr für Tipps gegen Flugangst bei Kindern? Ich freue mich auf eure Erfahrungen.

XoXo,

eure Trendmum


 

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