#lifeisstronger – Schwanger nach Diagnose Krebs | eine wundervolle Geschichte des erfüllten Kinderwunsches

*fiktive redaktionelle Geschichte

 

Hallo Welt. Mein Name ist Eva. Mit nur 29 Jahren bekam ich die schreckliche Diagnose Krebs. Brustkrebst. Was meine ersten Gedanken waren? “Das muss ein Irrtum sein. Ich bin noch zu jung. Ich fühle mich gesund. Da muss was falsch gelaufen sein.”

Mir selbst einzugestehen, dass ich von dieser Schreckenskrankheit betroffen bin, hat lange Zeit gedauert. Ich war gelähmt. Gelähmt vor Angst. Ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich war doch noch so jung, ich wollte doch noch so viel machen, noch so viel in Ordnung bringen, noch so viel erreichen. Sollte das das Ende sein?

Mit der Diagnose Krebs bringt man natürlich auch gleich immer den Tod in Assoziation. An eine Heilung zu denken, fällt im ersten Moment erstmal schwer.

Mit meinen 29 Jahren war ich noch kinderlos. Ich war zwar schon verheiratet, aber der Gedanke, dass man mich hier noch brauchen könnte, rückt anders wie bei einer Mama weiter weg. Als Mama rückt die Selbstfürsorge mit solch einer Diagnose eher in den Hintergrund und man macht sich mehr Sorgen um seinen Nachwuchs, als um sich selbst. Was wird aus meinen Kindern, wenn mir etwas zustößt? Wer bringt ihnen alles bei? Kann mein Partner das alleine schaffen? Wie macht er das finanziell? Doch in meinem Fall waren die Gedanken klar bei mir. Was wird aus mir? Was wird aus meinem Mann? Soll das schon alles gewesen sein?

Doch mit der Zeit kam der Kampfgeist. Ich hatte beschlossen für mich und mein Leben zu kämpfen. Ich habe beschlossen mich von meinen Gedanken – so schwer es mir auch fiel – nicht zerfressen zu lassen. Da ich noch keine Kinder hatte, hatte mir mein behandelnder Arzt empfohlen mir einige Eizellen entfernen zu lassen und sie mir nach erfolgreicher Chemotherapie wieder einsetzen zu lassen. Zugegeben, es klingt ein wenig experimentell. Aber ich habe ihm da voll und ganz vertraut.

Die Zeit der Behandlung und mein Weg zur Gesundheit war nicht leicht. Aber ich habe ihn geschafft. Ich habe es gemeistert. Ich bekam die Nachricht: Krebsfrei. Ich war geheilt.

Mit der Heilung und meinem Weg rückte sich die Sichtweise auf diese Welt in die richtige Perspektive. Ich wusste: Ich will eine Familie. Ich will Kinder.

Die Wahrheit ist, dass viele Frauen durch die aggresive Form der Behandlung unfruchtbar werden. Viele können zwar noch schwanger werden, aber es ist sehr schwer.

Man sagt, man solle 3-5 Jahre nach der Nachricht “krebsfrei” mit dem Kinderwunsch warten. Danach würde einem nichts mehr im Wege stehen.

Mir hatte man ja meine Eierstöcke entnommen und eingefroren. Also war für mich 4 Jahre nach Heilung klar, ich will es jetzt versuchen. Der Arzt setzte mir die Eierstöcke in einer Schlüsselloch-OP wieder ein.

Dass ich aber so schnell mit der guten Nachricht “wir sind schwanger” kommen würde, damit hat selbst mein Arzt nicht gerechnet. Ja. Nach wenigen Monaten war es soweit.

Ich hatte eine ganz unkomplizierte Schwangerschaft. So wie Jede andere auch. Mir war übel, ich litt an Sodbrennen und neun Monate später hielt ich meine wunderschöne, gesunde kleine Lara in der Hand.

Heute ist Lara 6 Jahre alt. Sie ist kerngesund. Sie ist ein glückliches Mädchen. Sehr intelligent und sozial.

Und so kommen wir jetzt vom Gedanken “soll das alles schon gewesen sein?” zu meiner wundervollen, kleinen Familie.

Ja. Es ist möglich nach der Diagnose Krebs wieder schwanger zu werden. Ja, man hat einen harten, steinigen Weg vor sich. Man muss kämpfen. Man muss sich den bösen Gedanken stellen. Man muss hart bleiben. Sich seinen Liebsten anvertrauen. Mit ihnen über seine Ängste sprechen um nicht im Tränenbad zu versinken. Um die Hoffnung nicht schon lebend aufzugeben.

Das ist meine Geschichte.

Meine lieben. Eva gibt es nicht wirklich. Also doch. Aber nicht in dieser Form. Ich war irgendwie total vernarrt darauf einen Beitrag über diese Thema zu schreiben. Ich wollte mich da einlesen und so habe ich viele, viele tolle Beiträge zu diesem Thema gefunden. Was ihr hier lest. Das sind wahre Geshichten, von echten Frauen. So in der Art sind sie vorgefallen und das Netz ist voll davon. Wundervolle Geschichten wo aus Trauer, Freude wird. Aus Verzweiflung eine wunderschöne Familie.

Ich habe aus meiner Recherche nicht nur gelernt, dass es möglich ist nach einer Krebsdiagnose schwanger zu werden. Ich habe auch gelernt, dass Menschen schlimme Dinge durchleben.

Als Nichtbetroffene von solch einem sensiblen Thema zu schreiben, ist halt doch sehr schwer. Zu sagen, dass alles gut wird. Immer positiv zu bleiben. Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schwer es für Betroffene sein muss.

Deswegen habe ich diesen Weg hier gewählt. Das sind die Geschichten von Frauen, wie sie erlebt wurden und wie sie sie mit anderen im Netz geteilt haben.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit diesem Thema gemacht? Eine Freundin? Oder habt ihr es sogar selbst durchlebt? Ich würde mich freuen eure Geschichte zu hören, wenn ihr sie teilen wollt.

XoXo,

eure Trendmum

 


 

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3 thoughts

  1. Hallo, ich habe eine ziemlich ähnliche Geschichte und wäre gern bereit, diese zu teilen.
    Hatte mit 28 Brustkrebs und bin 2015 Mama geworden.
    Bei Interesse darf gern Kontakt aufgenommen werden.

    LG Claudia

  2. Danke für diesen Beitrag, ich bin zu Tränen gerührt!
    Ich habe mit 28 die Diagnose Brustkrebs erhalten, bin nun 30 und seit Januar auch mit der Behandlung durch. Ich hatte zu dem Zeitpunkt schon 3 Kinder, 2 eigene, 1 angenommenes. Die Ärzte sind wohl davon ausgegangen das ich mit der Familienplanung fertig war. Nun wird mir von einem weiteren Kind abgeraten und ich leide sehr, da die Entscheidung einfach nicht mehr bei mir liegt.
    Man glaubt nicht das es doch so viele junge Frauen trifft.
    Ich wünsche allen Frauen ganz viel Kraft, die gerade vor diesem langen Weg stehen!

    Liebe Grüße
    Nina

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