#geschwisterliebe – ein Baby ist unterwegs | wie man Geschwisterneid verhindern kann

Hallo meine Lieben,

heute gibt es ein Thema, das ich schon lange mal ansprechen wollte. Ich werde immer wieder gefragt, ob mein Großer neidisch auf den Kleinen war.

Und meine Antwort ist: Nein.

Es war tatsächlich so, dass mein Großer seinen Bruder von Anfang an akzeptiert hat und ich merke wie sie Tag für Tag näher zusammen wachsen. Dass sie Freunde sind und miteinander sein wollen. Dass sie nacheinander fragen. Dass mein Kleiner nach seinem Bruder fragt, sobald er von seinem Mittagsschlaf aufwacht. Dass sie am Tisch nebeneinander sitzen wollen. Dass sie sich gegenseitig zu lustigen Situationen ermutigen.

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Natürlich gibt es Situationen, in denen sie streiten. Auch bei uns ist nicht immer alles Sommer, Sonne, Sonnenschein. Auch sie streiten sich manchmal, um das selbe Spielzeug. Um den Platz auf der Couch oder um Mama’s Aufmerksamkeit. Doch im Großen und Ganzen kann ich sagen: Sie sind beste Freunde.

Nun gibt es einige Dinge, die ich von der Schwangerschaft an beachtet habe. Ich denke schon, dass das Verhalten der Eltern hier eine tragende Rolle spielt, ob ein Geschwisterneid entsteht oder nicht. Daher hier einige Dinge, die ich von Anfang an beachtet habe.

  • “Mama kann dich jetzt nicht mehr tragen, denn da ist jetzt ein Baby im Mama’s Bauch!” STOP! – hier fängt schon der erste Neid auf das noch nicht geborene Geschwisterbaby auf. Solche Sätze habe ich von Anfang an vermieden. Denn was mache ich in dem Moment, in dem ich meinem Kind sage, dass ich es aufgrund des Baby’s nicht mehr tragen kann? Ich schiebe die Schuld auf das Ungeborene. Das Baby ist Schuld, dass Mama ihn nicht mehr tragen kann.Aber wie kann ich es meinem Kind sonst vermitteln, dass ich es jetzt nicht mehr tragen kann?Wichtig ist das Baby hier rauszulassen. Ich habe immer wieder gesagt, dass ich ihn jetzt nicht hochheben kann, weil ich Bauchschmerzen habe, wenn ich das tue. Weil er jetzt schon ein Großer ist und Mama das Gewicht nicht mehr ganz stemmen kann. Ich habe mich in den Fokus gestellt, anstatt die Schuld auf jemand anderen zu schieben.
  • Wichtig ist viel, viel, viel reden und erklären. Es ist von enormer Bedeutung das Kind auf die bevorstehende neue Situation vorzubereiten. Ihm immer wieder zu erklären, dass sich nun auch einiges ändern wird. Aber zum Guten.“Schau mal Schatz. Du bekommst jetzt einen kleinen Bruder. Dein kleiner Bruder wird, wenn du magst, ein neuer, guter Freund werden. Wenn du magst, sogar dein bester Freund. Ihr könnt gemeinsam spielen und auf den Spielplatz gehen. Ihr könnt ganz viele Dinge miteinander machen! Und das Baby, das mag dich jetzt schon ganz viel. Weil du sein großer Bruder bist. Und der große Bruder ist immer ein bisschen das Vorbild von den kleinen Geschwistern. Das heißt, dein Bruder will immer viel mit dir unternehmen und wird dir vielleicht auch ganz viel nachmachen. Das ist doch voll lustig, oder? Was meinst du?”
  • Ich habe immer wieder betont, dass das Baby ihn jetzt schon mag und dass er ihm nicht wegnehmen wird. Im Gegenteil. Er gewinnt durch sein neues Geschwisterchen sogar etwas dazu, nämlich einen besten Freund. Wenn er mag. Denn er hat die Wahl. Sobald ich nämlich versuche einem Kind einen Freund “aufzuzwingen” wird er von dieser Situation etwas Abstand nehmen. Ich gebe ihm die Möglichkeit und so nimmt er die neuen Umstände als etwas Positives und Freies an.
  • Bücher können helfen, die neue Situation zu visualisieren. Vor allem bei kleineren Kindern, die das noch nicht allzu gut mit Worten verstehen. Es gibt da eine große Auswahl an Büchern, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
  • Ein Geschenk vom Baby.
    Ja auch unser Großer hat von seinem kleinen Bruder im Krankenhaus ein Geschenk mitgenommen. Es war total süß, wie er sich auf seinen kleinen Bruder gefreut hat und sich bei ihm für das Geschenk bedankt hat. Immer wieder auch Monate später hat er uns das Geschenk von seinem Bruder gezeigt. Auch die Großeltern haben nicht nur dem neuen Baby, sondern auch seinem Bruder ein Geschenk mit ins Krankenhaus genommen, damit der Große nicht das Gefühl bekommt, dass jetzt nur mehr das Baby alle Geschenke und die ganze Aufmerksamkeit bekommt.

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  • Nie die Schuld auf das Baby schieben.
    Auch nach der Geburt wird es viele Situationen geben, in denen das Baby Mama’s Aufmerksamkeit braucht. Auch hier ist es wichtig, nie das Baby als Entschuldigung vorzuschieben.
  • Positive Gefühle gegenüber dem Baby stärken
    Sätze wie “Schau mal Schatzi, das Baby hat dich gerade angelächelt!” oder “Schau mal, Babylein will mit dir spielen, weil es dich so mag!” stärken das Gefühl zwischen den beiden von Anfang an.
  • Das Geschwisterchen im Alltag integrieren und helfen lassen
    Gut ist es auch das Kind im Alltag zu integrieren. Ich habe ihn öfter mal eine Windel holen lassen und ihm auch mal erlaubt mir beim Wechseln der Windel zu helfen. Ich habe meinen Großen gefragt, ob er mir helfen will das Fläschchen aufzuwärmen oder mir beim Singen zu helfen. Auch das stärkt die Bindung nicht nur zwischen den Geschwistern, sondern auch zwischen Mama und Kind.Auch könnte der Bruder im Geschäft mal etwas für das Baby aussuchen. Einen Strampler oder einen Beißring.

Auch durfte der große Bruder öfter mal beim Baden helfen, was das Baby immer sehr genossen hat.

  • Nie vergessen dem Kind genug Aufmerksamkeit zu geben
    Man darf nie vergessen, dass auch das größere Kind immer noch Aufmerksamkeit braucht. Versucht euch auch Zeit allein mit dem Kind zu machen oder auch mal dem Baby – nur zur Stärkung des Großen – mal zu sagen: “Warte mal mein Kleiner, jetzt muss ich mal kurz zu deinem großen Bruder!” Einfach damit der Große merkt, dass auch das Baby mal zurückstecken muss. Also dass immer noch eine Gleichberechtigung da ist.

Das sind einige Dinge, die wir von Anfang an beachtet haben. Was sind eure Tipps und Empfehlungen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

XoXo,

eure Trendmum


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4 thoughts

  1. Sehe ich genau so, dass man es als Eltern doch in der Hand hat. Allerdings nicht alles. Ich hatte all das gemacht, trotzdem hatten wir eine schwere Anfangszeit. Also eigentlich eher erst nach fünf Wochen mal drei Wochen lang. Aber jetzt lieben sie sich 😍. Was ich persönlich auch vermeiden möchte ist, das vergleichen der beiden. Meine Eltern haben das stark gemacht und ich denke das hat unsere Geschwisterbeziehung nicht gut getan. Ich schimpfe auch gleich immer wenn jemand (vorallem die omas) zu vergleichen anfangen wollen.

    1. Da bin ich ganz deiner Meinung! Auch darüber gibt es einen Beitrag auf dem Blog. Kinder sollte man niemals vergleichen, da bin ich deiner Meinung!

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