#strongmind – Tipps damit ein Langstreckenflug schnell und angstfrei vergeht und man entspannt am Urlaubsort ankommt

Ich fliege grundsätzlich seit meinem 10. Lebensjahr.

Unsere erste Flugreise ging für einige Wochen nach Chicago und der Flug dauerte damals vom Zwischenstopp weg 8 Stunden. Wir hatten damals vor eine kleine Amerikarundreise zu machen und auch Disneyland stand auf dem Plan. Das ganze Schuljahr fieberte ich dem entgegen. Natürlich meinten meine Eltern, je bessere Noten ich hab, desto mehr gibts in Amerika zu sehen.

Ich kann mich erinnern, dass ich mich riesig auf diesen Flug freute. Damals war es noch nicht üblich, dass man wirklich bei jedem Langstreckenflug einen eigenen Fernseher hatte und umso größer war die Freude, als ich 8! ganze Stunden lang meine Lieblingsfilme schauen durfte.

Ich habe das Flugzeugessen genossen, ich habe mich auf Disneyland gefreut, ich habe fern gesehen und im Nu waren die 8 Stunden auch schon um. Ich kann mich erinnern, dass ich bei Turbulenzen meine Schwestern anschaute und uns gegenseitig anlachten. Es war eine Art Achterbahn zu dritt. Nicht ganz so schlimm natürlich.

Mit den Jahren kamen immer mehr Flüge dazu, es wurden mehr Langstreckenflüge, da ich einige Verwandte in Chicago habe und nun lebt meine Familie mittlerweile in Los Angeles. Selbst mit einem Direktflug sind es 12 Stunden, die man fliegt.

Irgendwann wurde ich sensibler mit den Turbulenzen und die es entwickelte sich allmählich eine Flugangst.

Ich glaube sie hat sich vor ungefähr 4 oder 5 Jahren so richtig ausgeprägt. Bis zum heutigem Stadium.

Wir sind vor genau einer Woche in LA gelandet, unser 6. Flug nach LA und dieses Mal habe ich versucht die Angst zu beherrschen und mich nicht von der Angst beherrschen zu lassen.

Ich muss gestehen, ich hatte letzte Woche, also einen Tag vor Abflug schon schwitzige Hände und Vorstellungen davon, wie ich wohl bei Turbulenzen reagieren würde.

Aber nicht nur meine Flugangst ist etwas, was an den Kräften zerrt, sondern auch – eben – der lange Flug.

Doch was macht man, wenn einen die Angst überkommt? Wenn man das Gefühl hat das Flugzeug dreht sich mit einem? Wenn man das Gefühl hat die Zeit vergeht einfach nicht? Wenn man Kopfschmerzen und Übelkeit bekommt?

Heute, angekommen in LA, mit einem herrlichem Gefühl, liegend in der Sonne und rückblickend denkend sage ich „so schlimm war‘s nicht! War eigentlich recht easy!“

 

 

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Techniken um die Flugangst zu überwinden

 

Wie man Flugangst überwinden kann, habe ich selber schon in etlichen Büchern, Foren und in der Netzrecherche gelesen. Ich erzähle ich heute daher keine Bahnbrechenden Erkenntnisse, sondern einfach nur das, was ich selbst schon gelesen und selbst erlebt habe.

  1. die Sache mit der Flugangst ist die: je mehr man über das Thema nachdenkt, desto eher verfällt man in alte Muster und Panik erreicht einen, noch bevor die ersten echten Turbulenzen los gegangen sind. Also je mehr Bilder man sich selbst von der Flugangst macht, von einem selber, wie man verzweifelt im Flugzeug sitzt, desto eher erreicht einen die Angst. Wichtig daher ist es positive Verbundungen mit dem Fliegen zu schaffen. Konkret, statt sich tagelang vorher schon Gedanken über den Flug, Turbulenzen oder sonstigen Dingen Gedanken zu machen, sollte man sich lieber überlegen, wie man am liebsten den Flug genießen möchte. Man stellt sich einen selbst dabei vor, wie man ein gutes Buch liest, wie man entspannt an seinem Wasser nippt, wie man seine Lieblingsserie schaut, wie man sich auf den Urlaub freut und wie man dann landet und glücklich den Gate entlang geht. Das hilft dem Gehirn dabei zu entspannen und schon vorher positiv zu bleiben.
  2. Sich über Flüge, Turbulenzen und Szenarien zu informieren: Man sagt ja, man soll nicht zu viel darüber lesen, damit man sich nicht noch mehr sorgen macht. Ich finde ja, sich darüber zu informieren, was bei Turbulenzen tatsächlich passiert und was Piloten in solchen Situationen machen, sehr beruhigend. Ich hab mal ein Interview mit einem Piloten gelesen, der gemeint hat, dass seine einzige Sorge bei Turbulenzen die ist, die richtige Flughöhe zu finden, damit die Passagiere in Ruhe essen können.
  3. Auch finde ich den Blick zu den Flugbegleiterinnen, die diesen Flug, der für einen gerade unendlich erscheint, vieleicht 2 Mal pro Woche machen. Ich finde ihr Blick, ihre Gelassenheit sagt auch viel aus.
  4. Auch sollte man sich immer vorstellen, dass man auch im Auto nie Windstill fährt. Die Strasse ist ruckelig, man fährt über einen Bremsschwelle oder wird bei heftigen Wind auch mal kurz weggerissen. Nicht anders ist es beim Fliegen. Es ist die „holprige Strasse“, die aber auch mal bald vorbei geht.
  5. Wichtig ist auch während Turbulenzen sich selbst vorzustellen, wie sie gleich vorbei sind und man bald wieder ruhig den Flug geniessen kann. Wieder lautet die Devise: Positive Bilder schaffen statt sich hinein zu steigern.
  6. Aufstehen – sofern noch erlaubt – hilft. Ich finde man kann ruckelige Flugstellen besser im Stehen durchleben. Es fühlt sich bei weitem nicht so intensiv, wie im Sitzen an.
  7. Kaugummi kauen: mir hilft Kaugummi kauen ungemein, da ich so ein wenig beschäftigter bin und mich nicht auf jeden Flug-Cm konzentriere.

entspannt fliegen

Wie man einen Langstreckenflug körperlich gut meistert

Abgesehen von der Flugangst ist ein 12 Stunden Flug an sich ja schon anstregend. Vor allem, wenn man mit 2 kleinen Kindern fliegt.

Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, wie man im Urlaub ankommt, ohne dass man dass Gefühl hat, dass einen ein Bus überfahren hat.

Hier sind also die Dinge, die bei mir immer gut helfen:

  1. Essen: ich esse grundsätzlich kein Flugzeugessen. Es ist so wichtig, was man während dem Flug isst, damit man sich wohl fühlt, damit einem nicht schlecht wird und dass man fit ankommt. Ich nehme mit immer genug von zu Hause mit. Am besten 3 Portionen pro Person. Es sollte etwas leichtes, nicht fettiges, nichts Süßes und leicht verdauliches sein.
  2. Viel trinken – am besten nur stilles Wasser. Ich trinke weder Kaffee, Tee, Cola noch sonst was, weder vor dem Flug, noch während des Flugs.
  3. Regelmäßig aufstehen. So oft wie möglich. Dehnen, gehen, ablenken.
  4. Ungeschminkt ins Flugzeug. Dadurch muss man nicht ständig befürchten, dass das Make Up überall verläuft und man kann sich kurz vor Landung ein wenig schminken, wenn man möchte. Dadurch vergeht auch die letzte halbe Stunde bzw die letzte Stunde noch etwas schneller. PS: Im Flugzeug WC gibt es das aller beste Licht um sich die Augenbrauen zu zupfen. Ein Tipp, den ich selbst schon bei Lauren Conrad gelesen habe.
  5. Musik hören, lesen, Filme schauen, essen, entspannen, Augen zu machen. Am besten in der Reihenfolge und die Zeit vergeht gleich viel schneller.
  6. Mit den Kindern Stretchgymnastik am Gang machen. Man steht dadurch einmal öfter auf und hat gleichzeitig Späß mit den Kids.
  7. Emser Tabletten um den Hals befeuchtet zu halten
  8. Nasenöl um eine trockene Nasenschleimhaut zu verhindern. Die Klima ist ein echter Killer im Flugzeug.
  9. Warm anziehen! Auch im Sommer. In 10.000m Höhe herrschen nun mal andere Temperaturen.
  10. Zwei oder Drei Paar warme Kuschelsocken mitnehmen. So bleiben die Füße immer schon warm
  11. Einen Schal oder 2 – auch für die Kinder – mitnehmen, damit man es beim Schlafen schön warm hat, auch wenn die Klima bläst
  12. Den Handgepäck-Koffer richtig vorbereiten. So kommt man nie ins Strudeln und hat immer alles griffbereit. Darüber habe ich HIER schon mal geschrieben.

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Das sind meine Tipps. Das ist das, was mir einen eigentlich recht angenehmen Flug bereitet hat.

Was sind eure ultimativen Tipps?

 

XoXo,

eure Trendmum

 


 

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