#sweetsleep – Fünf Tipps mit denen man einem Baby das Durchschlafen erleichtern kann

Schlaftraining ist ein heiß diskutiertes Thema. Die Meinungen dazu gehen meist stark auseinander, vor allem unter uns Mamabloggern.

Ob man sich dazu entscheidet, sein Kind an bestimmte Schlafrhythmen zu gewöhnen, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Nach zwei Kindern, die Beide ab dem dritten Monat und sogar davor durchgeschlafen haben, habe ich mich aber dazu entschlossen meine Meinung zu diesem Thema nieder zu schreiben, weil ich immer wieder merke, dass die Nachfrage nach solchen Beiträgen stark vorhanden ist.

Ich persönlich habe kein konsequentes oder hartes Schlaftraining mit meinen Kindern durchgeführt. Ich würde es als “sanfte Einschlafhilfen” bezeichnen. Es gab einige Dinge, die wir gemacht haben, um den Kindern einen Tag und einen Nachtrhythmus beizubringen. Ich persönlich denke schon, dass der Mensch ein Gewohnheitstier ist und dass man den Kindern durch Dinge, die sich wiederholen zeigen kann: “Jetzt ist Nacht, jetzt kannst du schlafen.”

Hier sind also meine erprobten fünf Tipps, die mir dabei geholfen haben den Kindern das Durchschlafen zu erleichtern.

 

baby-durchschlafen-schlaftraining-trendmum

 

Vorweg möchte ich aber noch einmal klarstellen, dass es sich hierbei lediglich um ein paar Tipps handelt, die uns persönlich geholfen haben. Babies sind sehr individuell und nur, weil es bei uns geklappt hat, muss es nicht bedeuten, dass es ein Geheimrezept ist und mit Anwendung dieser Tipps die Babies sofort durchschlafen werden. Ich finde es immer am Wichtigsten auf die Bedürfnisse der Kinder einzugehen. Ihr als Mamas könnt dabei am Besten entscheiden, was das Beste für euer Baby ist. 

1. Ein Zu-Bett-gehen Ritual einführen
Mein Wunsch war es von Anfang an, dass die Kinder irgendwann mal gemeinsam um 20:00 Uhr ins Bett gehen. Also habe ich von Anfang an den David um 20:00 Uhr schlafen gelegt. Ab hier hat das Nachtritual angefangen. Um 19:30 Uhr wurde ein Pyjama angezogen, die Windel wurde gewechselt. Der Bauch wurde massiert und es wurde zusammen gekuschelt. Dies haben wir Tag für Tag gemacht. Ab 20:00 Uhr wurden die Jalousien heruntergelassen und es war dunkel im Zimmer. Das White Noise Gerät wurde eingeschaltet und ab hier wurde geschlafen. Macht man dies konsequent jeden Abend, weiß das Baby dann irgendwann einmal: jetzt ist Schlafenszeit.

Ich muss sagen, dass es beim zweiten Baby um einiges besser geklappt hat, als beim Großen. Mark ist bis zum zweiten Lebensjahr erst gegen 21:30, manchmal sogar um 22:00 Uhr schlafen gegangen. Für ihn hat ab 21:30 das Nachtprogramm begonnen. Bei David hingegen hat es von Anfang an gut geklappt. Er brauchte seinen Schlaf und ab diesem Zeitpunkt hat auch Mark angefangen früher schlafen zu gehen. Seit David auf der Welt ist gehen somit beide Kinder auch wirklich um 20:00 Uhr schlafen. Sind wir viel unterwegs und die Kinder können sich austoben auch schon mal um 19:00. Und ab hier schlafen sie durch. Bis sechs Uhr morgens ist Ruhe.

2. Es gibt einen Unterschied zwischen Tag und Nacht
Das habe ich Beiden von Anfang an durch mein Handeln versucht zu vermitteln. Tagsüber haben die Kinder immer bei Licht und Lärm geschlafen. Ich kann mich erinnern, dass ich Mark oft im Wohnzimmer hab schlafen lassen, während der Fernseher gelaufen ist oder ich die Küche sauber gemacht habe. Mir hat der Kinderarzt damals erklärt, dass die Kinder das durchaus können und es auch ratsam ist. Denn die Kinder sollen auch, während die älteren Geschwister Lärm machen, schlafen können. Nachts aber habe ich in den Nachtmodus geschalten. Ab 20:00 Uhr war es dunkel im Zimmer und ich habe darauf geachtet, dass kein Krach mehr gemacht wird. Auch wenn das Baby nun wach geworden ist, die Windel wurde nur gewechselt, wenn er Groß gemacht hat. Und musste die Windel mal gewechselt werden, passierte das Ganze in einem sehr ruhigen Umfeld. Das Licht wurde nicht eingeschalten (ein Nachtlicht war ständig an) und es wurde nur sehr leise geredet, wenn überhaupt nötig. Und wurde David oder Mark Nachts mal wach, wurden sie gleich wieder schlafen gelegt. Selbst wenn es mal ein oder zwei Stunden gedauert hat. In dieser Zeit wurde nicht gespielt, oder das Licht angemacht. Nachts ist es leise, Nachts muss geschlafen werden.  Das haben beide ziemlich schnell gelernt.

3. Nachts werden die Windeln nur im Notfall gewechselt
Das habe ich bereits in Punkt 2 kurz angeschnitten. Ihr müsst euch auch keine Sorgen machen, dass das Kind dann einen wunden Po bekommt. Mit der richtigen Windelmarke für euren Nachwuchs bekommt ihr es hin, dass die Windeln Nachts nicht gewechselt werden müssen. Wird Kaksi gemacht, werden sie aber klarerweise gewechselt. Selbst wenn das Baby gerade eingeschlafen ist. Dann wird auf jeden Fall eine neue Windel angelegt.

4. Nicht immer muss die Milchflasche her
Dieser Punkt trifft eher auf ältere Babies und nicht auf Neugeborene zu. Natürlich soll ein Neugeborenes Kind immer dann seine Milch bekommen, wenn es danach schreit. Ab einem gewissen Alter aber – ich schätze mal, ab sieben oder acht Monaten ist der richtige Zeitpunkt – kann man dem Kind anfangen beizubringen, dass es nicht jedes Mal Milch gibt, wenn es wach wird. Hier hat mir mein Kinderarzt empfohlen Abends eine Flasche Tee oder Wasser vorzubereiten und versuchen ihn damit wieder schlafen zu legen. Oder man schafft es überhaupt durch andere Einschlafmethoden wie, auf den Beinen schaukeln oder auf dem Rücken streicheln das Baby wieder zum Schlafen zu bringen. Der Arzt meinte damals, dass das Baby sich dadurch angewöhnen wird sich mehr Nahrung tagsüber zu holen, um Nachts wieder durchschlafen zu können.

5. White Noise
Bei Mark haben wir durch Zufall entdeckt, dass SHHHHH Geräusche ihm wirklich dabei helfen einzuschlafen. Nicht umsonst machten schon unsere Oma leise SHHH Geräusche, wenn wir schlafen sollten. Man sagt, dass es sich im Bauch der Mama ungefähr so anhört wie am Meer. Wie im Bad, wenn sich die Mama gerade die Haare föhnt. Es sind also Geräusche, die unser Baby schon aus dem Mutterlaib her kennt.

Eines Tages hat Mark einfach durchgeschrien. Ich konnte ihn nicht hinlegen, nicht hinsetzen, schlafen wollte und konnte er nicht. Ich musste unbedingt zu einem Termin und meine Haare waren noch nass. Also habe ich ihn in sein Babybett gelegt und bin ins Bad gelaufen, um mir die Haare zu föhnen. Als ich nachschauen wollte, ob er immer noch schreit, habe ich festgestellt: Mark schläft. Er ist einfach dabei eingeschlafen. Ab hier habe ich White Noise verwendet. Bei Mark ab diesem Moment, an dem ich gemerkt habe es funktioniert. Bei David von Anfang an.

Ich verwende es allerdings nur bis die Kinder eingeschlafen sind. Also ich schalte es mal ein, damit das Baby weiß, jetzt ist Schlafenszeit und schalte es, nachdem es eingeschlafen ist wieder aus. Und ausserdem ist die Lautstärke bei uns nicht übertrieben laut. Darauf würde ich definitiv achten. Das Geräusch soll beruhigen und nicht aufwühlen.

EXTRAPUNKT:  Das Baby soll in einem ruhigem und sicheren Umfeld einschlafen
Ja – das ist auch so ein kontroverses Thema. Dem Baby schon in den ersten Wochen beibringen alleine schlafen zu gehen oder es in den Schlaf weinen zu lassen, davon halte ich überhaupt Nichts. Sorry. Aber ich persönlich finde, dass das Baby immer in Sicherheit einschlafen muss. Gewöhnt euch eine Einschlafmethode an, mit der auch euer Kind glücklich ist. Das ist nicht immer easy und ich weiß, dass viele hier den einfacheren Weg nehmen wollen. Für mich hieß es, dass ich unseren Großen bis zu seinem ersten Lebensjahr in den Schlaf getragen habe. Auch ich hatte hier meine Verzweiflungsmomente. Alle Anderen, die es immer besser bewussten haben, redeten damals auf mich ein und meinten, ich soll das Baby auch schon mal schreien lassen. Dauert nur 2-3 Nächte, aber danach wird das Baby schon lernen, dass man nicht immer zu ihm kommen kann. Eines Abends, als ich schon so erschöpft war, dass ich wirklich an meine körperlichen Grenzen angekommen war habe ich es also gemacht. Ich habe Mark schreien lassen. Ich habe es gemacht, wie es mir empfohlen wurde. Ich bin immer wieder hingegangen und habe ihm gezeigt, dass ich da bin, habe ihm gut zugeredet, ihm erklärt, dass alles gut ist. Aber es hat nichts gebracht. Mark hat immer weitergeschrien.  Es wurde immer schlimmer und die Schreibe immer Lauter. Da habe ich ihm in die Augen gesehen und ich habe gemerkt: mein Baby hat Angst. Für mich war klar: Das ist Falsch, was ich hier mache. Das war das einzige und letze Mal, dass mein Baby sich in den Schlaf weinen musste. Für mich war klar. Ich bin seine Mutter, ich habe dieses Kind 9 Monate in meinem Bauch reifen gespürt, ich habe es auf die Welt gebracht. Mein Kind braucht mich. Und wenn es mich beim Einschlafen braucht, dann ist es so. Dann werde ich da sein.

 

 

Ich hoffe ich konnte einer verzweifelten Mami mit diesen Tipps hier irgendwie weiterhelfen!

Und an alle anderen Mamis: Was sind eure Tipps?

 

XoXo,

eure Trendmum

 


 

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